Syrien: Waffenstillstand hält inmitten von Beschwerden der ‘Rebellen’ — Antikrieg

Veröffentlichungsdatum: 06 01 2017, 07:44

Der Status der Nusra Front bleibt wichtigster Zankapfel im Streit um WaffenstillstandFünf Tage nach Beginn des Waffenstillstands in Syrien, der von der Türkei, Russland und dem Iran ausgehandelt wurde, hält dieser weiterhin im größten Teil des Landes an. Rebellen hören allerdings nicht auf zu nörgeln, nachdem der Status des al-Qaeda-Ablegers Nusra Front in Zusammenhang mit den Bestimmungen des Waffenstillstands ein Zankapfel bleibt und Kämpfe in Nusra-Gebiet von anderen Rebellengruppen als Verstoß gegen die Waffenruhe hingestellt werden.

 

Jason Ditz 

 

 

Schwere Kämpfe wurden berichtet aus Ost-Ghouta und im Baradatal, wobei die Rebellen wieder einmal behaupten, dass die Regierung dadurch „größere und häufige Verstöße“ gegen das Waffenstillstandsabkommen begeht. Die Regierung andererseits bleibt dabei, dass Nusra nicht unter den Waffenstillstand fällt.

Die exakte Wahrheit ist ein bisschen kompliziert, nachdem der Waffenstillstand Gruppen ausgeschlossen hat, die von der UNO als terroristische Organisationen geführt werden. Die UNO führt Nusra als terroristische Organisation, und die Regierung hält sich danach, während die Rebellen behaupten, dass sie, da die UNO nach der Namensänderung der Nusra die Liste nicht auf den neuesten Stand gebracht hat, auf dem der neue Namen enthalten ist, technisch gesehen nicht mehr auf der Liste stehen.

Bis jetzt benutzen die Rebellen diesen Disput als einen Vorwand, nicht über die für Mitte Januar geplanten Gespräche in Kasachstan zu diskutieren, aber bis jetzt ziehen sie sich auch nicht gänzlich aus dem Waffenstillstand zurück. In der Tat scheint der Waffenstillstand in einem großen Teil des Landes zu halten und hat nicht zuletzt einige Ruhe in einen großen Teil des Landes gebracht.

 

P.S.: Für nahezu alle westlichen Medienhuren einschließlich der NATO-Propagandaanstalt „Kultursender Österreich 1“ ist offenbar kein Problem – und schon gar nicht eine humanitäre Katastrophe -, dass nahezu fünf Millionen Menschen in und rund um Damaskus schon seit über einer Woche ohne Wasser sind. Genannten Dreckschleudern ist vor einigen Tagen irgendwie herausgerutscht, dass das Trinkwasser in Damaskus mit Diesel verseucht wurde. Auch dass die – mittlerweile zerstörte — Hauptquelle für die Trinkwasserversorgung von Damaskus im Baradatal liegt, wurde leichtfertig von diesen Plappermäulern ausgeplaudert.

Auch dass „die Zivilbevölkerung“ im Baradatal vom „Regime“ bombardiert wird, ist neuerdings zu hören, was angeblich gegen den Waffenstillstand ist.

Nun aufgepasst, die ihr zu bösartig, vernebelt oder zu blöd seid, um eins und eins zusammenzuzählen:

Diejenigen, die die Trinkwasserversorgung für fünf Millionen Menschen mit Diesel vergiften und die Quellfassungen zerstören, sind keine Zivilisten, sondern – von den Mächten des Westens, von den westlichen Massenmedien, ja von euch kriegsgeilen Schreiberlingen unterstützte und geförderte Terroristen, für die der Waffenstillstand nicht gilt. Soll die rechtmäßige Regierung zuschauen, wie das Land von den von euch gehätschelten „Oppositionellen,“ „gemäßigten Rebellen“ und neuerdings gar „Zivilisten“ in ein humanitäres Katastrophengebiet verwandelt wird?