Nach dem Abschuss des russischen Jagdbombers durch die türkische Luftwaffe hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow seinen geplanten Türkei-Besuch abgesagt.

Quelle: SputnikNews

 

„Der Präsident hat unmissverständlich gesagt, dass die russisch-türkischen Beziehungen hiervon nicht unberührt bleiben“, sagte Lawrow. Deshalb sage er sein für Mittwoch geplantes Treffen mit dem türkischen Amtskollegen im Rahmen des gemeinsamen Rats für strategische Planung ab.

 

Ein russischer Jagdbomber vom Typ Su-24 war am Dienstagvormittag mit einer türkischen Luft-Luft-Rakete abgeschossen und in Syrien, rund vier Kilometer von der türkischen Grenze entfernt, abgestürzt. Beide Piloten sprangen mit dem Fallschirm ab, ihr weiteres Schicksal ist unklar.

Der Jet flog Angriffe gegen Stellungen der  Terrormiliz „Islamischer Staat“ in der syrischen Provinz Latakia,  als er von der türkischen Rakete getroffen wurde. Nach türkischen Angaben verletzte die Maschine den Luftraum der Türkei. Moskau bestreitet das. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist der Jet ununterbrochen im syrischen Luftraum geflogen.

 

Im Zusammenhang mit dem Vorfall hat Russlands Präsident Wladimir Putin ernsthafte Konsequenzen für die Beziehungen mit der Türkei angekündigt.
Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen die Terrororganisationen IS und al-Nusra, die in den vergangenen Jahren weite Teile Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Russische Jets haben laut Angaben aus Moskau bereits mindestens 2.700 Ziele zerbombt und Hunderte Dschihadisten getötet. Täglich würden mehr als 140 Angriffe gegen die Terroristen geflogen.