Die Absage des Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden, der große Anti-Terror-Einsatz in Hannover — der Auslöser dafür waren wohl Hinweise des israelischen Geheimdienstes. Der soll sogar den Ablauf des Anschlagplans der Terroristen enttarnt haben.

Quelle: Focus

 

Das berichtet der «Stern»unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach seien am Montag vor dem Spiel am vergangenen Dienstag erste Hinweise des Geheimdienstes eingegangen. Am Dienstag wären dann weitere Einzelheiten zu den Plänen bekannt geworden.

Nach «Stern»-Informationen hatten die Israelis präzise Informationen zum Ablauf des — letztlich vereitelten — Anschlags. Ähnlich wie in Paris hätten die Attentäter geplant, an verschiedenen Orten zuzuschlagen — unter anderem auch im Stadion.

Informationen aus dem Irak und Frankreich

Dem Bericht zufolge waren schon kurz nach den Anschlägen in Paris erste Hinweise aus irakischen Quellen eingegangen, die auf einen Terroranschlag in Deutschland deuteten.

Bislang hatte es lediglich Berichte gegeben, wonach ein französischer Geheimdienst vor den Anschlägen warnte. Demnach hatte der Dienst dem deutschen Verfassungsschutz mitgeteilt, dass eine Terroristengruppe fünf Bomben zünden wolle — drei davon im Stadion, eine an einer Bushaltestelle und eine an einem Bahnhof.

Behörden suchen weiter nach Terror-Gruppe

Derweil suchen die deutschen Sicherheitsbehörden weiter nach einer möglichen Terrorgruppe. Anstehende Weihnachtsmärkte, Konzerte undBundesliga-Spiele sollen laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nach einer jeweiligen Gefährdungsbewertung stattfinden.

Weitere Ermittlungen müssten ergeben, ob es wirklich eine Gruppe gibt, die bei dem Länderspiel am vergangenen Dienstag in Hannover einen Anschlag plante, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Sicherheitskreisen.