Im Konflikt um den abgeschossenen russischen Kampfjet stellt die Krim die Zusammenarbeit mit der Türkei ein. Die Regierung der Schwarzmeerhalbinsel hat rund 30 Projekte türkischer Investoren auf Eis gelegt.

 

Der Vizepremier der Krim, Ruslan Balbek, führt die Entscheidung auf den „hinterlistigen“ Angriff der Türkei auf den russischen Bomber zurück, der in der syrischen Grenzregion Latakia Stellungen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bombardiert hatte.

 

„Wir haben beschlossen, rund 30 türkische Investitionsprojekte einzufrieren“, sagte Balbek. Den Abschuss des russischen Flugzeugs nannte er „hinterlistig und gemein“. „Die Krim-Bewohner unterstützen unseren Präsidenten und Oberbefehlshaber, was die Reaktion auf den gemeinen Schritt der Türkei angeht.“

 

Unternehmen aus der Türkei wollten auf der Krim in Mobilfunk, Bauwesen, Schifffahrt, Landwirtschaft und Viehzucht investieren. Am gestrigen Mittwoch kündigte bereits Krim-Republikchef Sergej Aksjonow an, die Schwarzmeerhalbinsel breche sämtliche Geschäftskontakte und auch den Fährverkehr mit der Türkei ab.

 

Ein russischer Jagdbomber vom Typ Su-24 war am Dienstag mit einer türkischen Luft-Luft-Rakete abgeschossen und in Syrien, rund vier Kilometer von der türkischen Grenze entfernt, abgestürzt. Der Flugkommandant wurde offenbar getötet, der Co-Pilot konnte lebend gerettet werden.

 

Der Jet flog Angriffe gegen Stellungen der  Terrormiliz „Islamischer Staat“ in der syrischen Provinz Latakia,  als er von der türkischen Rakete getroffen wurde. Nach türkischen Angaben verletzte die Maschine den Luftraum der Türkei. Moskau bestreitet das. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist der Jet ununterbrochen im syrischen Luftraum geflogen.

 

Nach dem Abschuss setzte die Türkei die Nato und die USA über den Vorfall sofort in Kenntnis, jedoch nicht Russland. Im Zusammenhang mit dem Vorfall hat Russlands Präsident Wladimir Putin ernsthafte Konsequenzen für die Beziehungen mit der Türkei angekündigt. Außenminister Sergej Lawrow sagte seinen für Mittwoch geplanten Türkei-Besuch ab.

Quelle: SputnikNews