Pressemitteilung

Am 25. November hat auf Initiative der türkischen Seite ein Telefongespräch des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, mit dem designierten Außenminister der Republik Türkei, Mevlüt Çavuşoğlu, stattgefunden.

 

Sergej Lawrow brachte seine Empörung über die jüngsten unfreundlichen Handlungen der Türkei zum Ausdruck. Unter anderem betonte er, dass die türkische Führung durch den Abschuss des russischen Kampfjets, der Aufgaben im Rahmen der Anti-Terror-Operation der russischen Luft- und Weltraumkräfte in Syrien erfüllte und den türkischen Luftraum nicht verletzte, sich im Grunde auf die Seite des «Islamischen Staates» gestellt habe. Das scheint eine im Voraus geplante Aktion gewesen zu sein, die ganz bestimmte Ziele verfolgte. In diesem Zusammenhang erinnerte der Minister an die Beteiligung der Türkei am illegalen Ölhandel durch den “Islamischen Staat”, der gerade durch das Gebiet erfolgt, wo der Kampfjet abgeschossen wurde. Zudem verwies Sergej Lawrow auf die Infrastruktur der Terroristen, ihre Waffen- bzw. Munitionslager und Verwaltungszentren, die in diesem Gebiet liegen. Er warnte insbesondere, dass diese Aktion ernste Folgen für die russisch-türkischen Beziehungen haben und keineswegs ohne Antwort bleiben werde.

 

Mevlüt Çavuşoğlu äußerte sein Beileid und sein Bedauern für den Tod des russischen Piloten. Dennoch bemühte er sich um die Rechtfertigung des Vorgehens der türkische Luftstreitkräfte, Der türkische Minister sprach von der Wichtigkeit der weiteren Unterhaltung eines Dialogs mit Russland.

 

Quelle: Außenministerium