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Bild: Sputnik/ Dmitry Vinogradov

 

Die Türkei wird laut Präsident Recep Tayyip Erdogan einen Einsatz russischer Fla-Systeme S400 gegen türkische Kampfjets über Syrien als Aggression auslegen.

In einem CNN-Interview darauf angesprochen, erklärte Erdogan, hypothetisch sei eine solche Entwicklung durchaus wahrscheinlich. Die Türkei würde in dem Fall „zu dringenden Maßnahmen gezwungen sein“. Sollte ein türkischer Kampfjet vernichtet werden, würde dies Ankara als einen Aggressionsakt gegen die Souveränität des Landes auslegen. Sein Staat sei zur Selbstverteidigung berechtigt, betonte er.

 

Ankara werde sich für den Vorfall mit dem abgeschossenen russischen Su-Kampfflugzeug nicht entschuldigen, fügte Erdogan hinzu. „Wenn sich eine der Seiten entschuldigen sollte, so sind es nicht wir“, sagte er. „Entschuldigen sollten sich diejenigen, die unseren Luftraum verletzt haben. Unsere Piloten und Streitkräfte haben einfach ihre Pflicht erfüllt, die darin bestand, diese Verletzung zu erwidern.“

 

Wie Erdogan hinzufügte, hat er ein Treffen mit dem russischen Staatschef am 30. November in Paris vorgeschlagen. Eine Antwort darauf habe er aber noch nicht bekommen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow teilte später mit, einen Anruf von Erdogan habe es nicht gegeben.

 

Am Dienstag war ein russischer Frontbomber vom Typ Su-24 in Syrien abgestürzt. Präsident Putin teilte mit, die Maschine sei durch eine Luft-Luft-Rakete von einem türkischen F-16-Kampfjet über dem syrischen Gebiet abgeschossen worden und vier Kilometer von der türkischen Grenze am Boden explodiert. Der Staatschef bezeichnete den Abschuss als einen „Stoß in den Rücken durch Helfershelfer von Terroristen“.

 
Quelle: SputnikNews