Die Bundesregierung will sich am Kampfeinsatz gegen den IS beteiligen. Für die Linkspartei ist das der falsche Weg. Der Fall Afghanistan habe gezeigt, dass man Terroristen durch Krieg nicht schwächen könne, sagte Fraktionschefin Wagenknecht im tagesschau-Interview. Mit ihrer Kritik ist sie nicht allein.

 

 

Die Regierung will die Bundeswehr gegen den «Islamischen Staat» einsetzen. Das sorgt bei der Opposition für massiven Widerstand. Besonders die Linkspartei ist gegen das militärische Engagement. Fraktionschefin Sahra Wagenknecht sagte im Interview mit tagesschau24, durch den Einsatz würden weitere Terroristen produziert.

 

 

Die Vergangenheit seien bei einem militärischen Eingreifen stets viele Zivilisten getötet worden. Deren Hinterbliebene würden nun den «Nachschub» für die Terroristen bilden. Der Fall Afghanistan habe dies zuletzt gezeigt. «Mit Krieg kann man Terror nicht schwächen», sagte Wagenknecht. «Krieg organisiert Zustimmung in der Bevölkerung».

 

 

Stattdessen sollte Deutschland darauf dringen, die Finanzierungswege und Waffenlieferungen des IS einzuschränken. So würde die Terrororganisation direkt und kurzfristig geschwächt. Dafür sei jedoch mehr Druck auf die Türkei nötig, über deren Grenze große Teile der IS-Lieferungen liefen, forderte Wagenknecht. «Ein sofortiges Schließen der Grenzen würde den IS schwächen».

 

Quelle: Tagesschau