Die US-Streitkräfte bauen einen Flughafen im Nordosten Syriens ohne Genehmigung aus Damaskus und ohne UN-Mandat in einen Luftwaffenstützpunkt um. Bereits vor rund sechs Wochen wurden Experten eingeflogen und machten sich an die Arbeit.

Quelle: Gegenfrage

 

Sind sie erst mal im Land, gehen sie nie wieder weg. Und nun ist es so weit: Ein stillgelegter Flughafen im Nordosten Syriens soll angeblich in einen US-Militärstützpunkt umgebaut werden. Dies meldete die libanesische Zeitung al-Akhbar am Samstag. Seit rund sechs Wochen arbeiten amerikanische Experten an neuen Start- und Landebahnen mit 2.500 m Länge und 250 m Breite, damit diese von Kampfjets genutzt werden können.

 

Es geht dabei dem Bericht zufolge um den Abu Hajar Flughafen, der seit 2010 nicht mehr in Betrieb ist. Dieser befindet sich in der al-Hajar-Region in der Provinz Hasaka, welche aktuell von kurdischen Volksverteidigungseinheiten (Yekîneyên Parastina Gel, YPG) kontrolliert wird. Der Luftwaffenstützpunkt liegt südöstlich der Stadt Rimelan, eine der wichtigsten Hochburgen und das größte Waffen- und Munitionsdepot der YPG.

 

Die USA haben für die Nutzung und den Umbau des Flughafens keine Genehmigung von Syriens Regierung in Damaskus eingeholt. Es existiert auch kein UN-Mandat für eine Intervention in Syrien und ein Krieg wurde bereits seit den 1940er Jahren mehr niemandem mehr ordnungsgemäß erklärt.