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Bild: AFP 2015/ Romeo Gacad

 

Das US-Verteidigungsministerium hat im Jahr 2017 vor, die Ausgaben für die Einsätze in Europa dramatisch zu steigern, teilt die „Financial Times“ unter Verweis auf Pentagon-Beamte mit.

Quelle: Sputniknews

 

Der Haushalt der so genannten European Reassurance Initiative soll aufgestockt werden; diese setzt sich eine Erweiterung der US-Militärpräsenz in Europa zum Ziel.

Dies teilte unter anderem der Cheffinanzier des US-Verteidigungsamtes, Mike McCord, mit. Zwar stehe der Betrag noch nicht fest, jedoch handle es sich, so McCord, um eine „bedeutende Erweiterung“. Das Pentagon-Budget für das Jahr 2017 soll im Februar vorgestellt werden.

 

Diese Maßnahmen sollen eine „Botschaft an Russland im Lichte der Konfrontation in der Ukraine“ sein und den Verbündeten, die an der Fähigkeit der USA zweifeln, für deren Sicherheit zu sorgen, Mut machen, so das Blatt weiter.

 

 

Der Berater des US-Vizeverteidigungsministers, Brian McKeon, hatte bei den jüngsten Anhörungen im Kongress erklärt, dass die Aufstockung des Verteidigungshaushaltes für die europäischen Einsätze eine Antwort an Moskau sein solle, darunter angesichts der Lage um den INF-Vertrag, dessen Verletzung die USA der russischen Seite vorwerfen.

 

„Wir investieren in Mittel, von denen manche bereits auf dem Papier festgelegt wurden, die aber teilweise erst im Haushalt 2017 vorkommen werden. Sie (Russland) werden alle diese Maßnahmen in unserem Budget sehen und werden, wie wir glauben, zu verstehen beginnen, dass unsere Antwort ihre Lage nicht sicherer macht“, sagte McKeon.

Zuvor hatte Pentagon-Chef Ashton Carter erklärt, dass die USA in Technologien investieren würden, „die besonders aktuell für die Abwehr von russischen Provokationen“ seien: „Wir modernisieren und entwickeln unsere operativen Eindämmungs- und Verteidigungspläne mit Blick auf die Änderungen im Benehmen Russlands.“

 

Die Beziehungen Russland-USA haben sich angesichts der Ukraine-Krise zugespitzt. Die Vertreter der Ukraine und westlicher Länder haben Russland mehrmals die Einmischung in den Konflikt im Donbass vorgeworfen, ohne irgendwelche Beweise zu erbringen. Internationale Inspektionen stellten jedoch keine Verstöße seitens Russlands an der Grenze zur Ukraine fest, auch konnte keine nicht angemeldete Militäraktivität nachgewiesen werden.

 

Moskau erklärte seinerseits wiederholt, dass es keine Seite im internen ukrainischen Konflikt sei und nichts mit den Ereignissen im Donbass zu tun habe, sondern vielmehr daran interessiert sei, dass die Ukraine die politische und Wirtschaftskrise überwindet.