Petro Poroschenko will offenbar mit allen Mitteln verhindern, dass sich das Thema Krim in der Öffentlichkeit abschleift. Nun behauptet der ukrainische Präsident, Russland wolle die Schwarzmeerhalbinsel mit Siedlern aus Sibirien überfluten.

Quelle: Sputniknews

 

Russlands Präsident Wladimir Putin schicke Menschen aus Sibirien auf die Krim, sagte Poroschenko in einem Interview gegenüber ukrainischen Medien.

 

„Für Putin ist die Krim ein Territorium, das mit Sibiriern bevölkert werden muss. Diese werden jetzt im Eiltempo dorthin transportiert“.

Im selben Interview, das auf der Webseite des ukrainischen Staatschefs veröffentlicht wurde, warf Poroschenko Putin vor, die Krim in eine „große Militärbasis“ verwandeln zu wollen. Er selbst werde alles in seiner Kraft stehende tun, um die Krim zurück in die Ukraine zu holen, versprach Poroschenko.

 

Das „Politico“-Magazin hatte vor rund einer Woche gemutmaßt, die Regierung in Kiew fürchte, dass der Westen die Krim als russisch anerkennen würde, sollte die Schwarzmeer-Halbinsel von der internationalen Agenda verschwinden.
Die Krim, 1954 vom damaligen sowjetischen Staatschef Chruschtschow an die Ukraine „verschenkt“, war im März vergangenen Jahres – nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür abgestimmt hatte.

 

Rund einen Monat zuvor war es in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu einem nationalistischen Umsturz gekommen. Die neue ukrainische Regierung betrachtet die Krim weiterhin als ihr eigenes Hoheitsgebiet und setzt die dortige Bevölkerung mit Sanktionen und Blockade unter Druck.