Nach dem Bruch mit Russland wendet sich die Türkei der Ukraine zu: Mit dem Kiewer Rüstungskonzern Ukroboronprom will der türkische Waffenbauer Aselsan Kampfpanzer modernisieren.

Nach Angaben des Militärmagazins «Defense News» nahm Aselsan Verhandlungen mit Kiew auf, nachdem die Beziehungen der Türkei mit Russland an einem neuen Tiefpunkt angelangt waren. Die Türkei hatte im Oktober einen russischen Kampfjet abgeschossen, als dieser Angriffe gegen die Terrormiliz Daesh (auch «Islamischer Staat», IS) flog. Daraufhin verhängte Russland wirtschaftliche Sanktionen gegen Ankara.

 

Aselsan will gemeinsam mit der Ukraine aktive Schutzsysteme für Panzer bauen und die ukrainischen Schützenpanzer mit eigenen Zielgeräten ausstatten. Auch die ukrainische Regierung, die durch den Umsturz 2014 die Macht übernommen hat, stuft Russland als Feind ein.

 

Die türkische Firma baut unter anderem Störsender des Typs Koral, die die Türkei in der vergangenen Woche an die türkische Grenze verlegt hat – als Reaktion auf die Stationierung des russischen Flugabwehr-Raketensystems S-400 im nordsyrischen Latakia. Obwohl Koral mit einer Reichweite von 150 Kilometern Latakia „abdeckt“, zweifeln Experten daran, dass die türkische Störanlage den russischen S-400 „blind“ machen könnte.

 

Quelle: Sputniknews