Die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“) hat den Großteil ihrer Waffen von den irakischen Streitkräften erbeutet, wie «Die Zeit Online“ unter Bezug auf einen Bericht der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) schreibt.

Quelle: Sputniknews

 

Grund dafür sind Jahrzehnte des rücksichtslosen Waffenhandels und schlecht überwachte Waffenflüsse in den Irak.

 

Laut dem Bericht nutzen die Dschihadisten Waffen aus mindestens 25 verschiedenen Staaten aus, darunter  alle fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. So seien etwa Sturmgewehre aus Belgien, China, Deutschland und den USA im Einsatz.

 

Die Organisation berief sich in ihrem Bericht auf Expertenanalysen von verifizierten Videos und Bildern.

Wie es aus dem Dokument weiter verlautete, sind die vielen Waffen bei der Eroberung der nordirakischen Stadt Mossul im Juni 2014 in die Hände des Daesh gelangen.

 

AI-Experte Patrick Wilcken sprach von einem «Lehrbeispiel dafür, wie rücksichtsloser Waffenhandel Gräueltaten im großen Stil befördert.» Fehlende Regulierung und Überwachung der Bestände im Irak hätten dem IS einen «beispiellosen Zugang zu Waffen» ermöglicht. Als Konsequenz aus der Entwicklung forderte Amnesty International unter anderem schärfere Kontrollen der Waffenbestände in diesem Land.