Kalaschnikow-Munition und Propaganda-Videos des IS – das wurde bei Razzien nach der Schließung einer Moschee nahe Paris gefunden, teilten französische Behörden am Sonntag mit. AFP berichtete.

Quelle: Epochtimes

 

Die Moschee in Lagny-sur-Marne, rund 30 Kilometer östlich von Paris, war schon am vergangenen Mittwoch nach einer Großeinsatz der Polizei geschlossen worden. Das muslimische Gebetshaus galt als salafistische Einrichtung und war die dritte Moschee, die nach den Terroranschlägen vom 13. November geschlossen wurde.

 

Der Präfekt der Seine-und-Marne Region sagte am Sonntag laut AFP: „7,62 mm Munition für die Kalaschnikow und Propaganda-Videos» der Terrormiliz IS seien bei Razzien bei der salafistischen Gruppe gefunden worden, welche das Haus betrieb. Die Menge der sichergestellten Munition und ihr Fundort wurden nicht genannt.

Laut dem Präfekten fand die Polizei auch Aufnahmen von Gesängen zur „Verherrlichung der Jihand-Märtyrer der Terrororganisation Jabhat al-Nusra». Die Aufnahmen waren zwischen Lehrmaterial für Kinder und Jugendliche versteckt – in einer illegalen religiösen Privatschule.

 

Im Zuge der Aktion wurden insgesamt 22 Ausreiseverbote und neun Hausarreste für „radikalisierte Personen» verhängt. Dass ein Revolver und dschihadistisches Material bei einer Razzia im selben Umfeld beschlagnahmt wurden, hatte Innenminister Bernard Cazeneuve bereits Tage zuvor erwähnt.

 

Erschütternde Menge“ Waffen

 

Im Zuge des Ausnahmezustandes, den Frankreich nach den Anschlägen von Paris am 13. November verhängte, wurden bisher 2.235 Häuser durchsucht. 232 Personen wurden festgenommen, 330 kamen in Hausarrest. Insgesamt 334 illegale Waffen, darunter 34 Kriegswaffen, wurden bisher sichergestellt. „Eine erschütternde Menge“ so Innenminister Cazeneuve laut dem britischen Express:

 

Innerhalb von nur 15 Tagen stellten wir ein Drittel der Menge an kriegstauglichen Waffen sicher, die wir normalerweise innerhalb eines Jahres beschlagnahmen

 

Ausnahmezustand zum Durchgreifen?

 

Im Zuge des Ausnahmezustandes will Frankreich wegen Illegalität und Extremismus-Verdacht noch 100 bis 160 weitere Moscheen schließen.Frankreichs leitender Imam Hassan El Alaoui, bezeichnete dies gegenüberAljazeera als absolut legal: Es gehe hier nicht um Muslime, sondern Terroristen und dies sei eine Sache der allgemeinen Sicherheit.

 

Felix Marquardt, Pariser Moslem und Mitgründer einer islamischen Reformations-Stiftung sagte: „Es wundert mich gar nicht, dass es inFrankreich Moscheen gibt, die absolut verdienen, geschlossen zu werden.“ Er sei in mehreren Städten gewesen und sagt: „Ich war geschockt, was ich da gehört habe“. Dort werde teilweise eine „ziemlich besorgniserregende Weltsicht“ gepredigt, so Marquardt laut Aljazeera. In Frankreich gibt es 2.600 Moscheen.