Der ehemalige Chef von Yukos Chodorkowski wird beschuldigt, an der im Jahre 1998 erfolgten Ermordung des Bürgermeisters von Neftjugansk beteiligt gewesen zu sein.

 

Föderale Untersuchungsorgane haben den Ex-Chef von Yukos Michael Chodorkowski zur föderalen Fahndung ausgeschrieben. Er sollte vor den Untersuchungsbehörden in Russland erscheinen und Aussagen zur Ermordung des Bürgermeisters von Neftjugansk Wladimir Petuchow im Jahre 1998 machen. Da er nicht zur Vernehmung erschienen ist, wurde er zur Fahndung ausgeschrieben.

 

Der nächste Schritt, den die russischen Behörden vermutlich einleiten werden, ist die internationale Fahndung mit der Bitte der Verhaftung von Chodorkowski.

 

Die Pressesekretärin von Chodorkowski informierte, dass den russischen Behörden der Aufenthaltsort bekannt ist und man dies auch auf der Internetseite von „Offenes Russland“ nachlesen könnte. Chodorkowski hatte nach seiner Begnadigung durch den russischen Präsidenten im Jahre 2013 Russland sofort verlassen.

 

Über die Wiederaufnahme der Untersuchungen in der Mordsache gegen den Bürgermeister informierten die russischen Behörden am 30. Juni 2015. Die Wiederaufnahme wurde begründet mit neuen Informationen, die den Untersuchungsbehörden übergeben wurden sind.

 

Der Bürgermeister der Stadt Neftjugansk trat mit der Firma von Chodorkowski, deren Registrierung in der Stadt erfolgte, in Konflikt, weil die Firma keine Steuern in den Stadthaushalt abführte, so wie es die Gesetzgebung forderte. Der Bürgermeister forderte ein Untersuchungsverfahren gegen die Firma zu eröffnen. Auf dem Weg zur Arbeit wurde er dann ermordet. Verurteilt zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wurde bereits der ehemalige Sicherheitschef von Yukos Alexej Pischugin.

 

Quelle auf Deutsch: Kaliningrad-Domizil