Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat erstmals in seiner Geschichte den Staatschuld-Status in Frage gestellt, sagte der russische Premier Dmitri Medwedew am Mittwoch.

Quelle:Sputniknews

 

„Wenn zwei Regierungen sich miteinander verständigen, handelt es sich ganz klar um eine Staatsanleihe“, betonte er in einem Interview für das russische Fernsehen. „In der gesamten Geschichte der internationalen Wirtschaftsbeziehungen wurde das niemals in Zweifel gezogen.“

 

Moskau hatte 2013 ukrainische Eurobonds für drei Milliarden US-Dollar gekauft und die Ukraine dadurch damals vor der Staatspleite bewahrt. Die Papiere sind Ende 2015 fällig. Das ukrainische Kabinett hatte mehrmals von Russland die Umschuldung gefordert. Russland beharrt aber auf der Rückzahlung der gesamten Schulden.

 

Es sei seltsam, dass internationale Finanzinstitute nun davon reden, dass es sich dabei angeblich um eine nicht ganz echte Staatsanleihe handelt, so Medwedew weiter. Das sei aber Unsinn:„Das ist eindeutig eine unverschämte und zynische Lüge.“

 

Diese Schulden seien auf legale und rechtskonforme Weise entstanden, so Medwedew weiter.

 

„Die ukrainische Führung hatte sich mit der Bitte an Russland gewandt, ukrainische Staatsanleihen zu kaufen, um aktuelle Aufgaben der ukrainischen Wirtschaft lösen zu können.“