Bewaffneter Vorfall im Ägäischen Meer: Ein russisches Kriegsschiff muss nach eigenen Angaben Warnschüsse auf einen türkischen Fischkutter abgeben, um eine Kollision zu verhindern. Moskau hat den türkischen Militärattaché einbestellt.

Quelle: Sputniknews

 

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Der Vorfall ereignete sich am Sonntag rund 22 Kilometer von der griechischen Insel Limnos im nördlichen Ägäischen Meer, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte.

 

Das vor Anker liegende russische Küstenschutzschiff ‚Smetliwy‘ habe auf einer Distanz von einem Kilometer ein sich näherndes türkisches Fischerboot geortet, das auf Versuche der Funkkontaktaufnahme nicht reagiert habe.

 

Als das türkische Boot bis auf rund 600 Meter heran gekommen war, habe die „Smetliwy“ Warnschüsse abgegeben. Geschossen worden sei aus Handfeuerwaffen und zwar mit dem Ziel, das türkische Boot „garantiert nicht zu treffen“, hieß es.  Nach den Schüssen kehrte der Kutter um — weiter ohne Funkkontakt aufzunehmen. Im Zusammenhang mit dem Vorfall hat der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow den türkischen Militärattaché einbestellt.

 

Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei sind an einem Tiefpunkt, nachdem die türkische Luftwaffe im November einen russischen Kampfjet abgeschossen hatte, der im benachbarten Syrien Angriffe gegen die Terrormiliz Daesh (auch «Islamischer Staat», IS) geflogen hatte. Daraufhin verhängte Russland wirtschaftliche Sanktionen gegen Ankara.

 

 

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