Am Wochenende ist es in Hamburger Flüchtlingsunterkünften zu zwei Massenschlägereien gekommen, wie die „Bild“-Zeitung am Montag mitteilt.

Der erste Vorfall habe sich auf dem Gelände der zentralen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Hamburg-Langenhorn ereignet.

 

Etwa 60 bis 80 Bewohner aus Syrien und Eritrea seien am Sonntagabend jeweils in zwei Gruppen mit Steinen und Holzstöcken aufeinander losgegangen. Die Polizei musste Tränengas einsetzen.

 

Dabei wurden laut der Zeitung fünf Wachmänner und zwei Flüchtlinge verletzt. Zur Trennung der Schläger kamen 30 Polizeiaufgebote zum Einsatz. Zehn Anstifter wurden festgenommen.

 

Bei einer weiteren Schlägerei unter neun Flüchtlingen in der Nacht zu Samstag in einem Flüchtlingsheim in Hamburg-Wilhelmsburg waren, so „Bild“, ein Flüchtling und ein Wachmann getroffen.

 

Die Zuwanderungskrise in Europa hat sich im Zusammenhang mit dem steigenden Einwanderungsstrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten sowie aus Zentral- und Südasien zugespitzt. Die Zahl der Flüchtlinge aus den Unruhegebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas steigt rasant.

 

Laut Medienberichten sind bis Dezember bereits rund 965.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

 

Von Januar bis Oktober 2015 sind laut der EU-Grenzagentur Frontex etwa 1,2 Millionen Migranten in die EU-Länder eingereist. Experten zufolge handelt es sich um die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: Sputniknews