Damit sich die internationale Situation in Richtung mehr Stabilität verändert, muss nach Ansicht von Russlands Präsident Wladimir Putin die gegenwärtige Rolle Deutschlands berücksichtigt werden, die dieses Land in der internationalen Arena spielen kann und muss.

Quelle: Sputniknews

 

„Vorerst gibt es keine andere Grundlage außer dem Völkerrecht, dessen Basis die Uno-Charta bildet“, sagte er in einem Interview für den TV-Sender Rossiya 1. „Aber die Welt verändert sich natürlich. Die Uno-Charta und die entstandene und bis heute existierende Weltordnung sind ausgehend von den Ergebnissen des Zweiten Weltkrieges entstanden. Die Kräftekonstellation hat sich eindeutig verändert, und wir müssen das berücksichtigen.“

 

„Nehmen wir die Bundesrepublik Deutschland. Alle Generationen der Deutschen sollen sich nicht dafür in ihren Rechten beeinträchtigt fühlen, was die Nazis angestellt haben. Es gab doch auch Deutsche, die gegen den Nazismus gekämpft und als Erste zu Opfern dieses Kampfes wurden – Christen, Kommunisten… Die antifaschistische Bewegung war dort sehr groß. Und das muss man auch in Betracht ziehen. Ich denke, ich habe das Recht, das zu sagen, und zwar nicht nur als Präsident und Russlands Staatschef, sondern auch als ein Mensch, in dessen Familie es viele Tote und Betroffene gab.“

 

Das Interview mit Putin ist Teil des neuen Dokumentarfilms „Weltordnung“ der Journalistin Saida Medwedewa. Die Doku wird am Sonntag, dem 20. Dezember, bei Rossiya 1 ausgestrahlt.