Die humanitäre Lage im Donbass und in anderen Regionen der Ukraine wird laut dem Beauftragten des russischen Außenministeriums für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Konstantin Dolgow, allmählich zu einer Katastrophe. Aber mit einer kleinen Spende können Sie dazu beitragen, dass man es einer größtmöglichen Anzahl von Kindern ermöglichen kann, das Weihnachtsfest zu feiern.

donbass-Spendenaktion

 

„Nach Angaben des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte ist die Opferzahl des Konflikts im Donbass auf 9.098 Menschen gestiegen, 20.000 weitere wurden verletzt“, sagte Dolgow. Es gebe Grund zu der Annahme, dass die Zahl der Opfer größer ist, so das Informationsportal Sputnik aus Moskau. Trotz der Vereinbarungen über einen Waffenstillstand wird die strittige Region ständig von der Ukrainischen Armee und Privatmilizen militärisch attackiert. Von Luftangriffen, Artilleriebeschuss bis hin zu paramilitärischen Schlägertrupps mit SS-Symbolen, hat die EU-freundliche Regierung aus Kiew alle Methoden ausprobiert, um westliche Werte wie Freiheit und Demokratie bis an die russische Grenze durchzusetzen. Tote Mütter und leidende Kinder werden dabei billigend in Kauf genommen.

 

Wie Dologow betonte, bleibt die humanitäre Lage im Donbass schwierig, nahezu katastrophal, doch in anderen Regionen sei die Situation kaum besser. Aber ein Verein aus Deutschland engagiert sich freiwillig und leistet seit über einem Jahr humanitäre Hilfe im Donbass. Die Rede ist vom Verein Friedensbrücke, der aktuell dabei ist, über 150 Kinder und deren Mütter aus der umkämpften Region zu evakuieren. Stellvertretend für die Menschen hinter dem Projekt stehen die Publizistin und politische Aktivistin Evelin Piétza, sowie der freie Journalist Mark Bartalmai, der die Krisenregion im vergangenen Jahr aus eigenen Stücken bereiste, um über die Lage dort zu berichten.

Seit dem Ende der Maidan-Revolution im Frühjahr 2014 tobt ein Krieg zwischen Kiew und der Region Donbass. Für schmutzige und rechtswidrige Verbrechen an der Bevölkerung zog die Regierung sogar Neonazi-Bataillone heran, die nun auch gegen Kiew kämpfen. Die jungen Männer in diesen Bataillonen werden mit einer xenophoben Gehirnwäsche gegen die Bevölkerung im Osten des Landes aufgehetzt und agieren mit äußerster Brutalität – vor allem gegen die zivile Bevölkerung der Region. Contra Magazin berichte vor gut einem Monat in Kooperation mit der Nachrichtenagentur News Front, die auf der Krim die Stellung hält, über einen kriegerischen Gewaltakt gegen die Zivilbevölkerung, der sich in Donezk ereignete.

 

 

Die Regierungstruppen feuern nach Angaben der Nachrichtenagentur News Front und dem freien englischen Journalisten Graham Phillips schwere Artilleriegeschosse in zivile Teile der Stadt Donezk. Wie und nach welchen Kriterien die Artilleriebeobachter der ukrainischen Artillerie die Koordinaten an ihr Feuerleitsystem schicken ist rätselhaft und stellt keinesfalls ein Handeln dar, wie man es von redlichen und gewöhnlichen Beobachtungsoffizieren erwarten würde. Aber es gibt auch ehrenvollen Widerstand von tapferen Rebellen, die sich dem faschistischen Terror nicht beugen möchten. Dies sind die wahren Helden unserer Gesellschaft und sie werden auch weiterhin kämpfen.

 

Traumatisiert werden hierbei kleine unschuldige Kinder, die nun die Konsequenzen dafür tragen müssen, dass ein paar westliche Politiker sich auf dem Maidan-Platz mit ein paar Oligarchen und Politdarstellern ablichten lassen konnten. Die westlichen Medienvertreter schwiegen die faschistischen Kräfte nahezu tot und badeten sich in gewohnter Erhabenheit und Selbstgerechtigkeit. Journalisten wie Bartalmai oder Phillips, die ihre Augen vor dem faschistischen Terror nicht verschlossen haben, wurden von den deutschen Leitmedien zynisch in die rechte Ecke abgeschoben und diskreditiert. Über das (befohlene?) Schweigen der deutschen Leitmedien über die Aktivitäten von faschistischen Milizen in der Ukraine generell, berichtete Contra Magazin bereits im April, wie man auch auf Sputnik nachlesen kann.

Über das Projekt um Mark Bartalmai und Evelin Piétza schrieb die Berliner Tageszeitung «Junge Welt» einen informativen Artikel. Auf dem Artikelbild ist die Kontonummer einsehbar, wo man spenden kann. Jede auch noch so kleine Hilfe zählt, um möglichst vielen Kindern im Donbass wenigstens zum Weihnachtsfest eine kleine Freude zu bereiten. Das Problem bei Sachspenden ist leider die Tatsache, dass man diese über die westliche Ukraine transportieren müsste, wo das Risiko besonders groß ist, von faschistischen Milizen überfallen und beraubt zu werden. Vielen Dank für das Lesen dieser Meldung, die man gerne weiter verbreiten darf.

Vorher auf Contra Magazin erschienen. Aktuell meldet der Journalist Mark Bartalmai, dass sein VW Bus in Berlin gestohlen wurde. Dies teilte er auf seiner Facebook-Seite mit.

Метки по теме: ;