Die früher an der Südgrenze der Türkei positionierten deutschen Patriot-Flugabwehrsysteme sind am 22. Dezember auf einem dänischen Schiff in die Heimat abtransportiert worden, meldet die Agentur Anadolu am Mittwoch unter Berufung auf eine Quelle im Hafen Iskenderun.

Quelle: Sputniknews

 

Zuvor hatte die Bundesregierung bekannt gegeben, den „Patriot“-Einsatz in der Türkei im Jahr 2016 zu beenden.

 

Sechs Patriot-Raketenabwehrstaffeln der Nato-Staaten Deutschland, Niederlande und der USA waren Anfang 2013 in der Provinz Gaziantep im Südosten der Türkei stationiert, um den Nato-Partner Türkei gegen mögliche Angriffe aus Syrien zu schützen. Des Weiteren ging es um die Deckung der dort stationierten amerikanischen Flugabwehr-Radaranlagen vor einem eventuellen Angriff von Seiten des Irans.

 

Zum Jahresende 2015 läuft das Mandat für die Präsenz dieser Systeme ab, und es wurden Vermutungen laut, dass sie abgezogen würden. Türkische Amtspersonen haben auf einer Verlängerung des Mandats bestanden.

 

Nach dem Beginn des russischen Lufteinsatzes gegen den „Islamischen Staat“ (Daesh) in Syrien hatte der  Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg gesagt, die Allianz könne die Zweckmäßigkeit eines Abzugs der „Patriot“-Einheiten aus der Türkei prüfen. Dennoch zogen die USA im Oktober 2015 ihre „Patriots“ aus der Türkei ab.