Der russische Energiekonzern Gazprom hat die Gasexporte in die Europäische Union zum Ende des Jahres nach eigenen Angaben massiv aufgestockt. Allein in den ersten 20 Dezember-Tagen wuchsen die Lieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut Konzernchef Alexej Miller um fast 32 Prozent auf mehr als 9,8 Milliarden Kubikmeter.

Quelle: Sputniknews

 

Am schnellsten hat Italien die Gasimporte aus Russland intensiviert: Das Plus zum Vorjahreszeitraum betrug laut Miller 75,2 Prozent. Die Lieferungen nach Großbritannien und Frankreich wurden mehr als verdoppelt, die nach Deutschland wuchsen um 19,3 Prozent, so Miller nach Angaben seines Presseamtes. „Die zunehmende Nachfrage nach russischem Gas in Europa bestätigt die Wichtigkeit des Projekts Nord Stream 2.“

 

Der russische Lieferant Gazprom und seine europäischen Partner (E.On, BASF-Tochter Wintershall, OMV, Shell, Engie) hatten sich Anfang September auf den Bau einer zweiten Gaspipeline durch die Ostsee direkt von Russland nach Deutschland abseits der instabilen Ukraine geeinigt. Die Jahresleistung ist mit 55 Milliarden Kubikmetern geplant.

 

Das Projekt, das Deutschland zum größten Gasverteiler in Europa machen soll, stößt bei den osteuropäischen Staaten, in erster Linie bei der Ukraine, auf scharfe Kritik. Bislang nutzt die Kiewer Regierung den Transitstatus zum Verdienen und als Druckhebel gegen Russland. Laut Premier Jazenjuk könnten Kiew durch die neue Pipeline zwei Milliarden Dollar Transiteinnahmen entgehen.

 

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