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Sputnik/ Grigoriy Sisoev

 

Die US-amerikanische Zeitung „The Washington Post“ hat Aussagen von Staatschefs verschiedener Länder zu den bedeutendsten Ereignissen des scheidenden Jahres gesammelt.

Quelle: Sputniknews

 

Eines der einschlägigsten Zitate von 2015 war die Reaktion des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf den Abschuss der Su-24-Maschine durch die Türkei: „Allah hat beschlossen, die türkischen Behörden zu bestrafen, indem er ihnen den Verstand nahm“, zitiert das Blatt die Worte des russischen Staatschefs.

 

Mit seinen Handlungen, so „The Washington Post“, habe Ankara einen „Krieg der Worte“ zwischen den beiden Staaten entfesselt, die einen besonders großen Einfluss in der Region genießen.

 

Unter den markantesten Zitaten landete auch die Aussage des türkischen Präsidenten Erdogan: „Ich bleibe nicht in diesem Sessel.“ So kommentierte der türkische Staatschef die russischen Behauptungen darüber, dass die Türkei Öl vom IS beziehe. Sollten die Informationen sich als wahr erweisen, würde Erdogan laut eigenen Worten den Abschied einreichen.

 

Die Notwendigkeit, gegen die steigende Terrorbedrohung seitens des IS zu kämpfen, habe, so das Blatt, das Jahr ganz besonders geprägt. Dazu führen die Autoren ein Zitat des französischen Präsidenten François Hollande an: „Frankreich ist im Kriegszustand.“ Diese Worte sagte der Staatschef nach den Anschlägen in Paris, die am 13. November 130 Todesopfer gefordert hatten. Frankreich erweiterte daraufhin die Maßnahmen zum Kampf gegen den IS und versuchte, eine breitere Anti-IS-Koalition in die Wege zu leiten.

 

Ein weiteres großes Problem – die Flüchtlingskrise in Europa – fand Niederschlag in den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Es bleibt dabei: Wir schaffen das.“ Merkels verzweifelte Versuche, so viele Flüchtlinge wie nur möglich aufzunehmen, hätten ihr den Titel „Person des Jahres“ der „The Times“ beschert, so das Blatt.

 

Auf der Liste der bedeutendsten Aussagen stehen ferner Zitate von US-Präsident Barack Obama und Syriens Präsident Baschar al-Assad, auch Worte des britischen Premiers David Cameron und des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras sind dabei.