In einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Radiosender „France Info” sagte der Notarzt Patrick Pelloux bezüglich der Terroranschläge vom 13. November 2015 in Paris, dass am Morgen desselben Tages eine Terrorübung von Sicherheitskräften durchgeführt worden sei, welche ebenfalls mehrere Schauplätze in Paris zum Szenario hatte.
Von Jonas Rietdorf

 

„As luck would have it, in the morning at the Paris SAMU (EMT), a multi-site attack exercise had been planned. […] So we were prepared. […] there was a mobilisation of police forces, firemen, EMTs, associations who came [to participate] and we tried to save as many people as possible.”

 

„Wie es der Zufall wollte, hatte der medizinische Notfallhilfsdienst (Service d’Aide Médicale Urgente) für den Morgen der Pariser Anschläge eine Übung angesetzt, bei der es um Anschläge an mehreren Orten gleichzeitig ging. […] Wir waren also vorbereitet. […] Es gab ein Großaufgebaut von Polizeikräften, Feuerwehr, Rettungssanitätern, Verbänden, die gekommen sind und wir versuchten so viele Menschen wie möglich zu retten.“

 

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Quelle: yournewswire

 

Patrick Pelloux, 52 Jahre alt, ist ein recht bekannter Notarzt in Paris, da er bei dem Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo im Januar 2015 einer der ersten behandelnden Ärzte vor Ort war. Zwei französisch-stämmige Schützen erschossen hier zwölf Menschen.

 

Bis Herbst dieses Jahres war er journalistisch für Charlie Hebdo tätig gewesen, schrieb Kolumnen und verlor durch den Anschlag viele seiner einstigen Kollegen. Mit dem begabten Karikaturisten Luz zählte er zu den Köpfen einer unternehmensinternen „Revolte“ im Frühling dieses Jahres, die sich gegen das autoritäre Management des Magazins richtete. Beide teilten die Befürchtung, dass die 30 Millionen Euro an Spenden, mit denen das Magazin nach den Anschlägen im Januar überschüttet wurde, dessen Charakter und Seele zerstören könnten.

 

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Quelle: Independent

 

Gegenüber der britischen Tageszeitung „The Guardian“, bekannt geworden durch die Snowden Leaks, sprach Pelloux ebenfalls von der oben erwähnten Übung.

 

„As soon as I heard of Friday night’s attacks, I rushed straight to A&E. That morning, the emergency services in Paris had actually done a training exercise for a major terrorist attack. We were well prepared.“

 

„Sobald ich von den Anschlägen von Freitagnacht erfuhr. eilte ich in die Notaufnahme. Tatsächlich hatten Sicherheitskräfte in Paris an diesem Morgen eine Übung für einen großen Terroranschlag durchgeführt. Wir waren gut vorbereitet.“

 

Als Reaktion auf die Ereignisse fordert er eine europäische Antwort auf den Terror: „Wir sind am Anfang von etwas. Wir dürfen nicht nachgeben. Sie werden nicht gewinnen.“

 

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Quelle: Theguardian

 

Der Umstand, dass die Übung am gleichen Tag stattgefunden hat und ebenfalls das gleiche Szenario hatte, kann auf den ersten Blick durchaus als Zufall gewertet werden. Bedenkt man weiter, dass durch die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo, im Januar desselben Jahres, die Sicherheitsvorkehrungen in Frankreich nochmals um ein Vielfaches erhöht wurden und damit auch die Frequenz solcher Präventionsübungen zugenommen hat, ist diese Erklärung durchaus schlüssig.

 

Im Folgenden soll aufgezeigt werden, dass dieses Schema der Anschlägen vorausgehenden Übungen, keine Seltenheit ist. Ganz im Gegenteil. Bei ähnlich schweren Ereignissen der Vergangenheit konnte dieses Muster des Öfteren beobachtet werden. Die Erklärung, dass es sich dabei nur um Zufall handle, behält bei separater Betrachtung der genannten Beispiele durchaus ihre Gültigkeit. Betrachtet man nun aber die Beispiele als Gesamtpaket, und versucht Parallelen zu ziehen, so kann man bestenfalls noch von einem unglaublichen Zufall sprechen.

 

Dieser Artikel soll keineswegs dazu verführen voreilige Schlüsse zu ziehen und liefert auch keine endgültige Antwort zu den Drahtziehern. Ziel ist, dass in Sachen der Schuldfrage bei Paris, wo nach weniger als 24 Stunden bereits bekannt war, wer die Täter sind und dass diese autonom gehandelt haben, ein Gang zurückgeschalten wird. Wer einfache Antworten auf komplexe Fragen sucht, sollte diesen Artikel nicht lesen. Die finale Antwort zu den Drahtziehern kann weder dieser Artikel noch irgendwer anders zum jetzigen Zeitpunkt geben. Die hier erworbenen Informationen sollen als Inspiration zur Selbstrecherche dienen. Die Artikel und Informationen der großen Gazetten sowie diese Ausführungen sollen unbedingt beide gleichermaßen zur Kenntnis genommen und vor allem kritisch hinterfragt werden.

 

New York, 11. September 2001: Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon
Durch die Terroranschläge des 11. September 2001 fanden 3.000 Menschen ihren Tod. Schauplätze des Anschlags waren der World Trade Center Komplex in New York City, wo drei Gebäude durch zwei Flugzeuge eingestürzt sind, der Südwestflügel des Pentagons, in dem eine 13,60 Meter hohe Boeing 757 ein fünf Meter großes Loch hinterlassen hat und ein Feld bei Shanksville, im Bundesstaat Pennsylvania, auf dem eines der insgesamt vier entführten Flugzeuge abgestürzt sein soll. Die Absturzstelle glich mitnichten denen, die wir von anderen Flugzeugabstürzen aus der Vergangenheit kennen. Etwa der der malaysischen Passagiermaschine MH-17, die im Juli 2014 über der Ost-Ukraine abgeschossen wurde oder der des russischen Airbus A321, der Ende Oktober 2015 über der ägyptischen Halbinsel Sinai nach einer Explosion an Bord abstürzte.

 

Für die Tage vor, nach und am Tag des 11. Septembers selbst waren Dutzende von Übungen angesetzt. Eine dieser Übungen trug den Namen „Vigilant Guardian“, zu Deutsch „Wachsamer Beschützer“, jährlich stattfindend. Die teilnehmenden Institutionen waren STRATCOM, NORAD, NEADS, SEADS, WADS, CONR und CANR. Die folgenden Ausführungen werden sich mit der Arbeit von NORAD, dem Nordamerikanischen Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando, befassen. Die Planungsphase des Krisenmanagementteams für diese Übung fand zwischen dem 20. und 31. August, halbtags und nur an Werktagen statt. Die operative Phase dauerte vom 06.-09 und 10.-13. September. Im letzten Teil der operativen Phase, also auch am 11. September, herrschte 24/7 Einsatzbereitschaft bei allen Abteilungen von NORAD.

 

Das erste Buch der Air Force über 9/11, „Air War Over America: Sept. 11 Alters Face of Air Defense Mission“ aus dem Jahre 2003, beschreibt Vigilant Guardian als simulierten Luftkrieg. Ein Angriff von außerhalb mit Marschflugkörpern, sowjet-ähnliche Bomber greifen an, so sprach Oberst William Gloover von Vigilant Guardian. Man habe deshalb die ehemalige Sowjetunion als Feind genommen, weil zu diesem Zeitpunkt keine andere Nation eine ernsthafte Bedrohung für NORAD dargestellt habe, so Ken Merchant, ehemaliger Air Force Offizier. Major Kevin Nasypany war an der Gestaltung der Szenarien beteiligt gewesen. Die Übung war auf eine ganze Reihe von unterschiedlichen Szenarien ausgelegt. In einem dieser Szenarien ging es um eine klassische Flugzeugentführung. Politisch motivierte Täter steuern ein Flugzeug, landen dieses auf einer kuba-ähnlichen Insel und beantragen Asyl, so Nasypany.

 

Da die schiere Anzahl der an diesem Tag stattgefundenen Übungen den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, wird lediglich Vigilant Guardian Einblick in die Arbeit der betroffenen US-Institutionen gewähren. Eine ausführliche Beschreibung aller bekannten Übungen, die an 9/11 stattgefunden haben, kann unter folgendem Link nachgelesen werden.

 

Die dem NORAD unterstehende Air Force Einheit „NEADS“ (Northeastern Air Defense Sector), zu Deutsch „Nordöstlicher Luftverteidigungssektor“, war wie oben bereits erwähnt, ebenfalls in Vigilant Guardian involviert. Deren Niederlassung befindet sich in Rom, New York, auf dem Gelände der ehemaligen Griffis Air Force Base, der meist genutzten Bombenbasis des Landes Mitte der 90er. Bis heute, allerdings mit dem Namen EADS (Östlicher Luftverteidigungssektor), behält die Einrichtung ihre Aufgabe bei: Überwachung und Luftverteidigung für eine halbe Million Quadratkilometer amerikanischen Luftraum rund um die Uhr bereitstellen.

 

Verwirrung durch die zahlreichen, simultan ablaufenden Übungen sowie damit einhergehendes Fehlverhalten ließen den NEADS und alle anderen betroffenen Institutionen regelrecht erblinden. Alle vier Passagiermaschinen, die am 11.09.2001 von Terroristen entführt worden sein sollen, AA 11, AA 175, UA 77 und UA 93, flogen in dem Zuständigkeitsbereich von NEADS. Die FAA, das ist die Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten, konnte demnach, bei dem Versuch Kontakt mit dem Militär aufzunehmen, lediglich mit NEADS und nicht den eigentlichen Hauptquartieren von NORAD in Colorado sprechen.

 

Im Rahmen seiner Recherchearbeiten zu dem Film „United 93“ hat Mitproduzent Michael Bronner 30 Stunden Tonaufnahmen des Funkverkehrs an 9/11 vom Pentagon bekommen. Zu Beginn sagte man ihm, dass er nur Schnipsel bekäme und seine Chancen, die ganzen Aufnahmen je zu Gesicht zu bekommen, gleich null seien. Es dauerte ganze 7 Monate bis ihm die gesamten Aufnahmen überraschenderweise doch zur Verfügung gestellt wurden. Die für die Übermittlung der Aufnahmen zuständige Mitarbeiterin des Pentagons witzelte und schrieb, dass die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung weniger Abstimmung benötigt habe.

 

Aus den Aufnahmen geht die Verwirrung und Ohnmacht des US-Militärs an diesem Tag hervor. Um 8:37:52 Uhr erhält Jeremy Powell in der Niederlassung von NEADS in Rom, New York, einen Anruf von Boston Center, zuständige Kontrollbehörde für hochfliegende Flugzeuge in der Region um Boston, New York, usw. Durch diesen Anruf erfuhr das Militär zum ersten Mal, dass etwas nicht in Ordnung ist.

 

Boston Center:„[…] we have a problem here. We have a hijacked aircraft headed towards New York and we need you guys to, we need someone to scramble some F-16s or something up there, help us out.”
Powell: „Is this real-world or exercise?”

 

Boston Center: „[…] wir haben hier ein Problem. Wir haben ein entführtes Flugzeug mit Kurs auf New York und wir brauchen euch Jungs, um, wir brauchen jemanden, der einige F16s oder etwas anderes da hoch schickt. Helft uns.”
Powell: „Ist das Realität oder Übung?“

 

 

Powells Antwort verdeutlicht, dass man durchaus auf die, an diesem Tag stattfindende, Übung Vigilant Guardian eingestellt war. Diese Nachfrage wurde im Laufe des Tages noch des Öfteren von seinen Kollegen gestellt und führte zu einem heillosen Durcheinander. Beinahe zeitgleich wurde Kevin Nasypany, er war befehlshabender Kommandant der Einrichtung an diesem Tag, zu einem Briefing gebeten. Hier erfuhr auch er erstmals von dem entführten Flugzeug. Nasypany erzählte dem Autor Michael Bronner später im Rahmen dessen Recherchearbeiten, wie er auf die Meldung eines entführten Flugzeugs reagiert hat.

 

„Somebody has started the exercise early. The hijack’s not supposed to be for another hour.”

 

„Jemand hat mit der Übung früher begonnen. Die Entführung soll erst in einer Stunde stattfinden.“

 

 

Watson, ein Mitarbeiter der ID-Abteilung, ruft um 8:39:58 Uhr erneut bei Boston Center an, um genauere Informationen zu bekommen. Die einzigen Informationen, die Boston Center vorliegen, lauten, dass es sich um American Airlines 11 handele, dieses sich 35 Kilometer von J.F.K. entfernt aufhalte und es eine Bedrohung des Piloten im Cockpit gegeben habe.

 

Zu diesem Zeitpunkt war die einzige brauchbare Information, dass das entführte Flugzeug American Airlines 11 war, welches später um 8:46 Uhr in den Nordturm des World Trade Centers geflogen sein soll. Die Mitarbeiter von NEADS arbeiteten inzwischen mit Hochdruck daran, die Position des Flugzeugs ausfindig zu machen, sodass Nasypany den F-15s auf der Otis Air National Guard Base die benötigten Koordinaten geben kann.

 

Er erklärt gegenüber Michael Bronner, dass die Suche nach AA 11 und allen anderen entführten Flugzeugen an diesem Tag die Suche nach der Nadel im Heuhaufen war. Dies lag darin begründet, dass das Equipment von NEADS stark veraltet war und die Terroristen den Transponder abgeschaltet haben, womit es seinen Mitarbeitern unmöglich war, die genaue Position festzulegen. Man musste sich zwischen tausenden kleiner grüner Punkte auf dem Radarschirm entscheiden und sich anhand dieser das vermeintlich entführte Flugzeug aussuchen.

 

Nasypany beschließt kurzerhand die F-15s ohne genaue Koordinaten Richtung New York City und in die Nähe des Kennedy-Flughafens zu schicken. Als diese gerade von Otis abgehoben waren ist AA 11 bereits wenige Sekunden zuvor in den Nordturm geflogen. Als NEADS fünf Minuten später von dem Zwischenfall erfährt, wird Nasypany gefragt, was nun mit den Kampfjets passieren soll. Er beschließt, dass diese weiterhin Kurs auf New York City nehmen sollen. Dieser Entscheidung verleiht er nochmals Nachdruck, als das zweite Flugzeug in die Türme des World Trade Centers geflogen ist.

 

Die FAA, Bundesluftfahrtbehörde, kann Nasypanys Sorge um weitere Entführungen nicht nachvollziehen und zwingt die sich mittlerweile über dem Meer befindlichen F-15s zu landen und lehnt auch einen weiteren Gesuch um zwei zusätzliche Jets in der Luft ab. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass man nicht riskieren wolle, dass schnellfliegende Kampfjets mit Passagiermaschinen kollidieren, wovon sich zu diesem Zeitpunkt noch hunderte in der Luft befinden würden. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die FAA in zivilem Luftraum das letzte Wort über sich dort befindliche Kampfjets hat und nicht NEADS oder irgendeine andere Institution.

 

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Quelle: Vanityfair

 

Der US-amerikanische Nachrichtensender Cable News Network, besser bekannt als CNN, berichtete am 19.April 2004 in einem Artikel mit dem Aufmacher „NORAD exercise had jet crashing into building“, von einer NORAD-Übung, die irgendwann zwischen 1991 und 2001 stattgefunden haben soll und den Einschlag eines entführten ausländischen Flugzeugs in ein US-Gebäude simuliert hat.

 

Ein Sprecher NORADs versicherte jedoch, dass das Szenario nur dazu da war, das Vorgehen der Einsatzkräfte in einem solchen Fall zu testen und man keinen Grund zur Annahme hatte, dass dies in der Realität vorkommen könnte. Um welches Gebäude es sich gehandelt hat ist Verschlusssache. Einige Militärs gaben nur so viel Preis, dass es sich um ein recht bekanntes Gebäude gehandelt habe, es aber nicht das World Trade Center oder das Pentagon war.

 

Unklar ist des Weiteren, ob das Flugzeug als eine Art Rakete benutzt und absichtlich in das Gebäude geflogen werden sollte oder ob es — bedingt durch einen Absturz — in das Gebäude geflogen ist.

 

 

Madrid, 11. März 2004: Anschläge auf das Madrider Vorortbahnnetz
Bei den verheerenden Bombenanschlägen auf das Madrider Vorortbahnnetz „Cercanías“ fanden 191 Menschen den Tod und ca. 1.900 wurden verletzt. Damit zählen diese Anschläge zu den blutigsten in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Gegen 7:37 Uhr am Morgen, wurden 13 Sprengsätze zur Detonation gebracht, 10 von den Terroristen, verteilt auf 4 Züge und 3 kontrolliert durch die Polizei.

 

Die NATO hielt im Zeitraum vom 04. – 10. März 2004 eine großangelegte, jährlich stattfindende Übung auf multinationaler Ebene mit dem Name „Crisis Management Exercise“ (CMX) ab. Involviert waren alle 19 sich damals in der NATO befindlichen Mitgliedsstaaten sowie sieben weitere Staaten, die sich im Vorfeld ihres NATO-Beitritts mit den CMX-Übungen vertraut machen sollten. Bei den CMX-Übungen wird das länderübergreifende Krisenmanagement des Bündnisses auf die Probe gestellt und auf seine reale Umsetzbarkeit im Ernstfall getestet.

 

 

Einer NATO-Studie mit dem Titel „Regional Alliance, Global Threat: NATO and Weapons of Mass Destruction, 1994-2004“, zufolge, ging es bei CMX4 um eine asymmetrische Bedrohung durch Terroristen. Vor diesem Hintergrund wurde auch der angemessene Umgang auf die Frage eines NATO-Bündnisfalls erörtert, was für die Zukunft des Bündnisses entscheidend sei.

 

Gemäß Artikel fünf des Nordatlantikvertrages wird ein Angriff auf ein einzelnes Mitglied als Angriff auf das gesamte Bündnis gewertet. In diesem Zuge verpflichten sich alle Mitglieder des Bündnisses den betroffenen Vertragsstaat zu unterstützen. Außerdem ist jedes einzelne Mitglied dazu ermächtigt, die Maßnahmen zu ergreifen, die es für notwendig erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebietes wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten. Erstmals in der Geschichte der NATO fand der Bündnisfall nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 seine Anwendung.

 

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Quelle: Staatsvertraege

 

Kern des Szenarios waren „staatlich gesponserte“ Terrorangriffe auf mehrere NATO-Länder.

 

Unter einer asymmetrischen Bedrohung versteht man in der Politik einen militärischen Konflikt zwischen ungleichen Gegnern. Also einem militärisch stark überlegenen Gegner auf der einen und einem dementsprechend unterlegenen Gegner auf der anderen Seite, wie beispielsweise Terroristen, Kriminellen oder Schmugglern.

 

In jener Studie wird auch der unglaubliche Zufall kommentiert, dass einen Tag nach Beendigung von CMX4 die Anschläge auf das Madrider Vorortbahnnetz stattfanden:

 

„Ironically, given that planning for the exercise had begun more than a year before, dramatic terrorist attacks took place in Madrid the day after CMX 04 ended.”

 

“Ironischerweise, angesichts der Tatsache, dass die Planung der Übung mehr als ein Jahr im Voraus begann, fanden die dramatischen Terroranschläge von Madrid am Tag nach Abschluss von CMX4 statt.“ (S. 251 des PDF-Dokuments)

 

 

Erwähnenswert ist des Weiteren, dass diese Anschläge nur wenige Tage vor den Parlamentswahlen in Spanien stattgefunden haben. Der damals amtierende Premier José María Aznar López und seine konservative Spanische Volkspartei, ernteten heftige Kritik seitens des spanischen Volkes für ihre Unterstützung der US-geführten Invasion gegen den Irak. Als man nach der ursprünglichen Schuldzusprechung an die ETA Al Qaida für die Anschläge verantwortlich machte, stieg die Bereitschaft für eine Involvierung in den Irak-Krieg um ein Vielfaches. Nachdem auch noch ein Bekennervideo von Abu Dujan Al Afghani, Mitglied von Al Qaida, auftauchte, in dem der Anschlag als Strafe für die Zusammenarbeit mit Bush erklärt wurde, waren die Tage der amtierenden Regierung gezählt. Die Opposition, die den Kurs Washingtons entschieden ablehnte, gewann kurz darauf die Parlamentswahlen und neuer Premier wurde José-Luis Zapatero der sozialdemokratischen PSOE. Seine erste Amtshandlung war es, den Abzug der 1.300 spanischen Soldaten aus dem Irak in die Wege zu leiten.

 

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Quelle: Deutschlandradiokultur

 

 

Die Abkürzung „ETA“ ist baskisch und steht für „Euskadi Ta Askatasuna“, zu Deutsch „Baskenland und Freiheit“. Gegründet wurde die ETA am 31. August 1959, als Antwort auf die Politik der baskisch nationalistischen Partei (PNV) und deren Unterstützung der Franco-Diktatur, aus der Studentenbewegung EKIN (=handeln). Seit jeher kämpft die ETA für die vollständige Unabhängigkeit des Baskenlandes. Die Waffe der ETA war vermehrt der individuelle Terrorismus gewesen. So wurden beispielsweise gezielt Politiker der PP (Spanische Volkspartei) getötet. Auf diese Weise wollte man den Verhandlungen mit der Regierung Nachdruck verleihen.

 

 

London, 07. Juli 2005: Terroranschläge auf das Londoner U-Bahnsystem
Bei den sogenannten 7/7 Bombings vom 7. Juli 2005 detonierten zwischen 8:50 Uhr und 9:50 Uhr am Morgen vier Sprengsätze in der Landeshauptstadt Englands. Drei davon gleichzeitig und in verschiedenen Zügen des Londoner U-Bahnsystems. Der letzte Sprengsatz wurde um 9:50 Uhr im oberen Abteil eines Doppeldeckerbusses durch Polizeikräfte gezielt zur Explosion gebracht.

 

Insgesamt fanden bei diesen Anschlägen 52 Menschen den Tod und ca. 700 Menschen wurden verletzt. Mit dieser schrecklichen Bilanz markiert jener 7. Juli den blutigsten Tag im Nachkriegsengland. Das im Zuge der Anschläge ausgebrochene Chaos in ganz London führte dazu, dass die öffentlichen Verkehrsmittel zum Teil komplett lahmgelegt wurden.

 

Zeitgleich zu diesen Anschlägen führte die Sicherheitsfirma „Visor Consultants“ Übungen durch, die genau jenes Szenario durchspielten, welches dann auch wirklich eintrat, simultane Bombenanschläge auf das Londoner U-Bahnsystem. Diese Aussagen stammen von Sicherheitsexperte und Geschäftsführer der Sicherheitsfirma „Visor Consultants“ Peter Power, der an diesem Tag im britischen TV bei „ITV News“ interviewt wurde.

 

Norwegen, 22. Juli 2011: Breivik-Anschläge in Oslo und Utøya fordern 77 Opfer
An jenem 22. Juli lies Anders Behring Breivik zunächst in Oslo vor dem Bürogebäude des norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg um 15:22 Uhr eine Autobombe detonieren, welche acht Menschen das Leben kostete. Gegen 17 Uhr tötet er dann als Polizist verkleidet in einem 90-minütigen Amoklauf im Feriencamp der Sozialdemokratischen Jugend auf der Ferieninsel Utøya 69 Menschen (inklusive zwei, die auf der Flucht gestorben sind), 32 von ihnen hatten noch nicht einmal das Erwachsenenalter erreicht.

 

Das späte Eintreffen der Einsatzkräfte auf Utøya wird als fataler Fehler gewertet. Dieser war mitunter dem Umstand geschuldet, dass die Spezialeinheiten der Polizei sechs Minuten vor ihrer Ankunft auf Utøya angewiesen wurden, sich im neun Kilometer entfernten Storøya mit der örtlichen Polizei zu treffen. Von dort aus nahm man dann im Verbund Kurs auf Utøya. Zu weiteren Verzögerungen kam es durch Überladung der Polizeiboote (Dinghys). Eines der Boote lief beispielsweise mit Wasser voll, da sieben Mitglieder der Spezialeinheit und drei Polizisten einfach zu schwer für das fünf Meter lange Boot waren.

 

Wie die mit zu den renomiertesten Tageszeitungen Norwegens zählende „Aftenposten“ berichtete, bestätigten ihr gegenüber führende Osloer Polizeibeamte, dass einige Tage vor und am Tag der Breivik-Anschläge selbst, Übungen mit ähnlichem Szenario durchgeführt wurden. Man habe die Vorgehensweise bei einem Terroranschlag durch einen oder mehrere Täter trainiert. Das Motiv: „[…] so viele Menschen wie möglich erschießen und im Anschluss das Feuer auf die Polizei eröffnen.“

 

Interessant ist auch, dass alle Mitglieder der Spezialeinheit, die bei der Autobombe im Regierungsviertel im Einsatz und später auf Utøya an der Verhaftung Breiviks beteiligt waren, Tage zuvor und auch am Tag des Anschlags, an Übungen mit sehr ähnlichem Szenario teilgenommen haben. Die Autobombe im Regierungsviertel explodierte ganze 26 Minuten nach Beendigung einer der oben erwähnten Übungen.

 

 

Boston, 15. April 2013: Bombenanschläge auf Marathonlauf
Am 15. April 2013 starben in Boston, Massachusetts, drei Menschen und ca. 260 wurden verletzt, nachdem zwei Bomben gegen drei Uhr nachmittags in unmittelbarer Nähe zur Ziellinie des berühmten Bostoner Marathonlaufs detonierten. Bei den Sprengsätzen soll es sich um selbstgebaute Schnellkochtopfbomben gehandelt haben.

 

Verantwortlich für diesen Anschlag sollen zwei Brüder, Tamerlan und Dzhokhar Tsarnaev, aus Kirgistan gewesen sein. Tamerlan, der ältere von beiden, wurde bei der im Anschluss stattfindenden Fahndung durch ein SWAT Team getötet. Sein Bruder Dzhokhar konnte versteckt in einem Boot ausfindig gemacht und festgenommen werden. Am 15. Mai 2015 wurde er von einem Bostoner Gericht zur Todesstrafe verurteilt.

 

Die Fahndung nach den Verantwortlichen des Terroranschlags versetzte die Einwohner von ganz Boston in Angst und Schrecken. SWAT Einheiten patrouillierten die Straßen, große Veranstaltungen wurden abgesagt, Bewohner dazu aufgefordert ihre Wohnung nur im Notfall zu verlassen. Vereinzelt bekamen diese auch Besuch von SWAT Einheiten. Vielen sind bestimmt noch die Bilder der durch die Straßen Bostons patrouillierenden Polizei im Kopf, die vielmehr dem Militär glich.

 

Unter dem Namen „Operation Urban Shield“ war für Juni 2013 eine 24-stündige Notfallübung im Großraum Boston angesetzt, welche das Krisenmanagement der Region in Fällen von Naturkatastrophen, Umweltkatastrophen oder sonstigen Tragödien testen sollte. Zum damaligen Zeitpunkt hätte die Übung bereits zum dritten Mal stattgefunden. Da die echten Anschläge der Übung zuvor gekommen waren, wurde Urban Shield verschoben. Urban Shield wird mit 200.000 US-Dollar vom Department of Homeland Security (DHS), zu Deutsch „Heimatschutzministerium” oder „Ministerium für Innere Sicherheit“, mitfinanziert.

 

Ziel der Übung war es, die Reaktion der Einsatzkräfte auf einen Bombenanschlag zu testen. Hierfür wurde eine fiktive Terrororganisation namens „Free America Citizens“ ins Leben gerufen. Im Großraum Boston sollten mehrere in Rucksäcke integrierte Bombenattrappen platziert werden. Die hierdurch erworbenen Informationen würden im Anschluss in die Planung eines größeren Anschlags einfließen, der viele Opfer hervorbringen sollte. Auf der anderen Seite befanden sich die Polizisten. Diese hätten lediglich auf eine Terrordrohung reagiert und würden nicht wissen, dass sie beobachtet werden. Auf Seiten der Einsatzkräfte sollte vor allem die Kommunikation der einzelnen Einsatzstellen untereinander im Mittelpunkt stehen.

 

Bereits Monate im Voraus arbeiteten Verantwortliche akribisch das Szenario der Übung aus, um dieses besonders realitätsnah gestalten zu können. Beispielsweise wurden potentielle Safe Houses für die Terroristen ausfindig gemacht. Des Weiteren wurden Studenten der Northeastern University und der Boston Police Academy angeworben, welche die jeweiligen Rollen spielen sollten. Im Amerikanischen spricht man hier auch von sogenannten Crisis Actors.

 

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Quelle: Bostonglobe

 

Marathonläufer und Langlauftrainer der Universität Mobile Alastair Stevenson berichtet unmittelbar nach den Anschlägen, dass ihm an jenem Morgen etwas seltsam vorgekommen sei. An der Ziellinie befanden sich Bombensuchhunde und Bombensuchteams der Polizei. Die Einsatzkräfte wiesen mehrfach auf eine geplante Übung hin, um eine Panik während der Übung unter den Anwesenden vorzubeugen. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass es sich hierbei nicht um die oben bereits erwähnte Übung Operation Urban Shield gehandelt haben kann, da diese erst für zwei Monate später angesetzt war. Stevenson fügte hinzu, dass er schon einige Marathonläufe wie diesen gelaufen sei, aber er noch nie zuvor Bombensuchhunde an der Ziellinie gesehen habe.

 

„At the starting line this morning, they had bomb sniffing dogs and the bomb squad out there. They kept announcing to runners not to be alarmed, that they were running a training exercise. I’ve run a lot of races like this one, but I never saw bomb dogs at the starting line of any running event. […]“

 

„An der Ziellinie hatten sie an diesem Morgen Bombensuchhunde und das Bombensuchteam eingesetzt. Ständig verkündeten sie gegenüber den Läufern nicht alarmiert zu sein [und] dass eine Übung im Gange sei. Ich bin eine Menge Rennen wie dieses gerannt, aber ich habe nie Bombensuchhunde an der Startlinie von irgendeinem Marathonlauf gesehen.“

 

Nach den Anschlägen von Paris, konnte eine regelrechte geistige Mobilmachung seitens der Medien und der Politik vernommen werden. Das klare Ziel: Krieg! Oder wie es unsere Verteidigungsministerin Ursula Von Der Leyen zu sagen pflegt: „[Das ist kein Krieg], denn hier prallen ja nicht zwei Staaten aufeinander. Das ist ein bewaffneter Konflikt.“

 

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Quelle: Taz

 

Es sollte sich allerdings stets im Hinterkopf behalten werden, dass es bei Kriegen niemals um die Verteidigung von Demokratie, Freiheit oder Menschenrechten geht. Hierbei handelt es sich lediglich Fassade. Vielmehr geht es um globale Vorherrschaft, Machterhalt, wirtschaftliche und geopolitische Interessen der beteiligten Staaten. Diese Interessen besitzt jeder Staat. Bei dem einen sind diese Interessen stärker, bei dem anderen schwächer ausgeprägt. Der im Jahre 2004 amtierende Außenminister Armeniens Wartan Oskanjan machte, als er über die Außenpolitik seines Landes bei „Chatham House“ sprach, eine sehr passende Bemerkung hierzu:

 

„Zeige mir die Lage eines Landes auf der Karte und ich erkläre [d]ir dessen Außenpolitik.“

 

Das sogenannte Chatham House, auch bekannt als „Royal Institute of International Affairs“, ist ein privater weltweit führender Think Tank mit Sitz in London. Einige Projekte von Chatham House werden durch die Rockefeller-Stiftung, der Bill & Melinda Gates Foundation, der Konrad Adenauer Stiftung, der NATO und der EU finanziert und gesponsert.

 

Ein interessantes Buch zum Thema Geopolitik ist „Die einzige Weltmacht — Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ von Zbgniew Brzezinski, einem polnisch-amerikanischen Politikwissenschaftler. Von Lyndon B. Johnson über Jimmy Carter bis Barack Obama beriet er das Weiße Haus in Sachen Geopolitik. Obama spricht von ihm als „einen unserer überragendsten Denker“.

 

Durch emotionale Aufwühlung kann man eine Bevölkerung kinderleicht auf Kriegskurs bringen. Anders würde es sich verhalten, wenn die wahren Hintergründe angesprochen würden. Auch der „Orwellsche Neusprech“ von Krieg als Konflikt, Kriegsschauplatz als Standort oder zivile Opfer als Kollateralschäden, trägt einen erheblichen Teil zu dieser Desensibilisierung der Massen bei. Nicht zu vergessen ist natürlich auch, dass man den Bürgern immer das Gefühl „Wir sind die Guten“ geben muss. Alle anderen, die nicht mit uns ziehen oder gegen uns sind, sind die Bösen. Nur wird hierbei oft und gerne vergessen, dass beide Konfliktparteien dies ihren Gefolgsleuten einreden. Ein sehr lesenswertes Buch hierzu ist „Wir sind die Guten: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren“ von Mathias Bröckers, einem Journalisten, der zur Gründergeneration der TAZ gehört.

 

Wie erfolgreich dieser Krieg gegen den IS sein wird, der nebenbei bemerkt völkerrechtswidrig ist, da die Anti-IS-Koalition einen souveränen Staat angreift, der nicht um Hilfe gebeten hat und es des Weiteren kein UN-Mandat gibt, kann man bereits jetzt prophezeien. Dieser Krieg wird scheitern, ebenso wie die letzten 14 Jahre Kampf gegen den Terror. Man kann eine Ideologie nun mal nicht mit Bombenteppichen loswerden.

 

Lassen wir für einen Moment von den überwiegend zivilen Opfern eines Krieges ab. Stirbt ein Terrorist, entstehen durch seinen Tod mindestens genauso viele neue. Das liegt schlicht und einfach daran, dass ein Terrorist auch ein Mensch ist und Familie sowie Freunde hat. Dies soll keineswegs eine relativierende Betrachtung von Terroristen sein. Ich möchte nur auf das Offensichtliche hinweisen. Der Versuch eine Ideologie weg zu bomben, verhält sich ähnlich dem Versuch, Feuer mit Benzin zu löschen.

 

Die einzig nachhaltige Lösung für diesen und andere Konflikte auf der Welt ist das Durchbrechen der Gewaltspirale. Die Gewaltspirale ist ein ständiger Kreislauf von Gewalt, bei dem keiner mehr genau weiß, wer eigentlich wen zuerst angegriffen hat. Hat A zuerst B angegriffen oder hat B zuerst A angegriffen? War dieser Anschlag/Krieg eine Aktion oder eine Reaktion? Dies ist allerdings auch vollkommen unerheblich, da man sich selbst stets zu den„Guten“ zählt.

 

Paris und die westliche Wertegemeinschaft stellen sich nun als das Opfer und den Angegriffenen dar. Nun ist es aber so, dass diesen Anschlägen in Paris zahlreiche westliche Interventionskriege in Middle East und anderswo vorausgingen. Diese trugen im Kern zu einem bei: Der Radikalisierung von Teilen der muslimischen Welt gegen uns, den Westen. Treibstoff für die Gewaltspirale. Speziell zu dieser Beobachtung sei jedoch folgendes angemerkt: Wer erkennt, dass 9/11 zu einer Radikalisierung der US-Amerikaner beigetragen hat, aber nicht, dass etliche westliche Interventionskriege zu einer Radikalisierung der Muslime beigetragen haben, der hat das Problem nicht verstanden.
Selbstverständlich kann auch hier wieder dahingehend gegenargumentiert werden, dass es vor Krieg X auch schon Anschläge gegeben hat, die überhaupt erst diesen Krieg X ermöglicht haben. Wie schon gesagt, es ist ein ständiger Kreislauf, der auf ewig fortgeführt werden kann. Es braucht einen neuen Ansatz im internationalen Kampf gegen den Terrorismus, da die Politik der Konfrontation im 21. Jahrhundert obsolet ist. Einstein versteht unter Wahnsinn „immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“.

 

Ein hoffentlich zum Nachdenken anregendes Zitat des kürzlich verstorbenen Egon Bahr, welches er im Dezember 2013 an Heidelberger Schüler in der Ebert-Gedenkstätte gerichtet hat, weist auf alle diese Hintergründe mit gnadenloser Schärfe hin. Bahr war von 1972 bis 1974 Bundesminister für besondere Aufgaben unter Willy Brandt. Unter anderem entwarf Bahr im Rahmen der „Neuen Ostpolitik“ das politische Prinzip des „Wandels durch Annäherung“, welches darauf abzielte das Klima zwischen BRD, DDR und anderen osteuropäischen Staaten zu besänftigen.

 

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“