Die Terrormiliz Daesh („Islamischer Staat“) gibt in einem südlichen Vorort von Damaskus freiwillig schwere Waffen ab. Laut einem Abkommen mit der syrischen Regierung sollen Tausende Dschihadisten und ihre Familien die syrische Hauptstadt verlassen.

Quelle: Sputniknews

 

Neben Daesh ziehen auch Kämpfer der Nusra-Front, des syrischen Ablegers des Terrornetzwerkes Al-Qaida, freiwillig aus der Hauptstadt ab, teilte ein Militärsprecher in Damaskus der russischen Agentur RIA Novosti mit. Nach seinen Worten sollen insgesamt bis zu 5.000 Extremisten mit Bussen in die IS-Hochburg Rakka ausgefahren werden.
 
„Gestern sind 18 Busse und syrische Pioniertruppen eingetroffen, um im Beisein von UN-Vertretern von Daesh und al-Nusra schwere Waffen entgegenzunehmen“, sagte der Sprecher. Dabei dürfen die Extremisten nur Pistolen und andere leichte Waffen mitnehmen. Schweres Kriegsgerät soll zerstört werden. Das Abkommen war unter Vermittlung einer nicht näher bezeichneten dritten Seite ausgehandelt worden.
 

Die Terrormiliz Daesh hatte in den vergangenen drei Jahren weite Teile Syriens und des benachbarten Irak erobert. Dort rief sie ein „islamisches Kalifat“ aus. Darüber hinaus drängen die Dschihadisten, die in Syrien und im Irak schätzungsweise insgesamt 90.000 Quadratkilometer kontrollieren, nach Libyen. Der IS zählt inzwischen schätzungsweise zwischen 40.000 und 200.000 Kämpfer in seinen Reihen. Die syrische Armee liefert sich erbitterte Gefechte mit den Dschihadisten.