Einen Monat vor seinem Besuch in Moskau hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer seine Bedenken zu den Wirtschaftssanktionen gegen Russland bekräftigt. „Die Sanktionen schaden der bayrischen Wirtschaft und auch der Landwirtschaft enorm“, erklärte Seehofer in einem Interview für „Bild am Sonntag“, so die Nachrichtenagentur Sputnik aus Moskau.

Quelle: Sputnik / Redaktion

 

Seehofer will am 4. Februar den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau treffen. Schon Mitte Dezember hatte er in einem dpa-Gespräch die Sanktionen infrage gestellt. Sie waren von der EU und den USA wegen der russischen Ukraine-Politik und der „Annexion“ der Halbinsel Krim verhängt worden. Der CSU-Chef rief zudem zu verbaler Abrüstung auf: „Je schneller wir von einer Rhetorik des Kalten Krieges wegkommen, desto besser für Bayern und auch für Deutschland.“

 

Die Sanktionen gegen Russland schadet der Wirtschaft in Bayern enorm. Bereits im September wurde unter anderem auf den Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichtet. Aus der deutschen Wirtschaft mehren sich die Stimmen, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben. „Wir brauchen Russland nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch als strategischen Partner, um gemeinsam die globalen Probleme zu lösen“, sagte Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, dem Handelsblatt. Zusammen müsse unter anderem die Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ gestoppt werden. „Die Situation in Syrien ist ohne Russland nicht in den Griff zu bekommen“, sagte Gaffal.

Unter anderem hat der Elektrokonzern Siemens, die Autokonzerne BMW und Audi und viele andere Deutsche Unternehmen ihren Hauptsitz in Bayern. In Russland hingegen haben die Sanktionen die eigene Wirtschaft eher angekurbelt.

 

 

 

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