Weißrussland bietet Hilfe bei der Beilegung des russisch-türkischen Konfliktes an. Das teilte der weißrussische Außenminister Wladimir Makej in einem Interview im Ersten Kanal des weißrussischen Fernsehens mit.

Quelle: Sputniknews

 

 

„Wir sind an einer möglichst schnellen Lösung des Konflikts interessiert. Und wir sind bereit, maximale Anstrengungen zu seiner Beilegung zu unternehmen, genauso wie wir dies für die Ukraine tun“, so Makej.

Ihm zufolge besteht Weißrussland nicht auf einer Vermittlerrolle. „Wir gehen aber davon aus, dass gegenseitiger Druck und beidseitige Sanktionen kein Mittel zur Problemlösung in zwischenstaatlichen Beziehungen sind“, so der Minister.

 

Wie er weiter ausführte, hat Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko dieses Thema mit seinen Amtskollegen aus Russland und der Türkei besprochen.

 

„Wir können die Seiten nicht zwingen, so zu handeln, wie wir es möchten. Wir sind aber berechtigt, unsere Stellungnahme zu äußern. Es liegt aber an den anderen Subjekten, ob sie diese Position annehmen“, sagte Makej anschließend.

 

Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara hatten sich nach dem Abschuss eines russischen Su-24-Bombers durch einen türkischen F-16-Kampfjet in Syrien am 24. November verschlechtert. Der russische Bomber flog Angriffe gegen Terroristen in der syrischen Provinz Latakia, als er von einer türkischen Rakete getroffen wurde. Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Abschuss als „Stoß in den Rücken“ durch Helfershelfer der Terroristen. Er unterzeichnete in diesem Zusammenhang einen Erlass über Maßnahmen zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit und Sonderwirtschaftsmaßnahmen gegen die Türkei.