Am Sonntag brach Saudi-Arabien seine diplomatischen Beziehungen zum Iran ab, nachdem das Königreich 47 Menschen hinrichten ließ, darunter auch den schiitischen Geistlichen Nimr-al Nimr, dessen Schicksal die Netzgemeinschaft berührte. Vertreter des Irans und des Libanons verurteilten diese Hinrichtungen scharf. Österreichs Außenminister ist bemüht zwischen dem Iran und Saudi-Arabien zu vermitteln.

Quelle: Contra Magazin

Aktivisten im Internet machten auf das Schicksal von Scheich Nimr al-Nimr aufmerksam. Nun wurde er mit 47 anderen Gefangenen hingerichtet. Der Führer der libanesischen Hisbollah-Miliz Hassan Nasrallah und Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chameini haben die Hinrichtungen scharf kritisiert. Das berichten die Agenturen Sputnik aus Moskau sowie der iranische Sender PressTV. Die untere Twitter-Meldung zeigt noch mal den jungen Scheich, der hingerichtet wurde.

Die Exekutionen des sunnitischen Saudi-Arabiens wurden in der schiitischen Welt als Provokation aufgefasst. Wenig später bestätigte der Außenminister Saudi-Arabiens die Beendigung der diplomatischen Beziehungen mit dem Iran. Zuvor protestierten tausende von Menschen in Teheran vor der saudischen Botschaft. Der Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich bemühte sich indes zwischen beiden Staaten zu vermitteln, wie man auf Twitter nachlesen kann.

 

 

Er sprach mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif und dem saudischen Diplomaten Adel al Dschubeir, der bis zum 29. April 2015 Außenminister des Königrechs Saudi-Arabien war. Außenminister Kurz unterstrich die Wichtigkeit von Tugenden wie „Zurückhaltung und Dialog“ und war so gewillt, zwischen den beiden Staaten friedlich zu vermitteln. Zugleich sprach er sich gegen die Todesstrafe aus.

 

Der ÖVP-Politiker Sebastian Kurz ist mit 29 Jahren der jüngste Außenminister in der Geschichte Österreichs. Der Senkrecht-Starter wurde am 01.03.2014 zum Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres der Republik Östereich ernannt. Weitere Informationen sowie sein Werdegang sind auf seiner eingenenInternet-Seite abrufbar. Durch die Iran-Atomgespräche konnte Chefdiplomat Kurz seine Geburtsstadt Wien wieder auf die große internationale Bühne zurückführen. Über die Ergebnisse der Verhandlungen verweist der Twitter-Account des Ministeriums auf einen Artikel der New York- Times.

 

 

 

 

Die Transparenz-Plattform WikiLeaks twitterte heute ebenfalls einige Dokumente der US-Diplomatie zum getöteten Scheich Nimr-al-Nimr. Insgesamt 92 Depeschen der Saudi-Cables sind auf der Plattform abrufbar. Aus einer weiteren Depeschegeht hervor, dass er den offiziellen Vertretern der USA erzählte, dass er auf der Seite der einfachen Menschen steht.

Über die geleakten Dokumente aus Saudi-Arabien berichtete Contra Magazin in deutscher und englischer Sprache. Über die US-Depeschen wurde im vergangenen Januar berichtet. Anlass war der Tod von König Abdullah. Alle Artikel diesbezüglich sind über diesem Link abrufbar.

Метки по теме: ; ;