Die von extremer Kälte bedrohte ukrainische Stadt Henitschesk erhält seit Dienstagmorgen Gas von der Krim. Die entsprechende Anordnung hat Präsident Wladimir Putin getroffen.

Quelle: Sputniknews

 

Der Bürgermeister von Henitschesk habe sich im Namen der Bewohner seiner Stadt mit der Bitte an Russland gewandt, Gaslieferungen zu gewährleisten, damit die 25.000 Menschen wegen des anomalen Frostwetters nicht erfrieren müssen, erläuterte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow.

 

„Wladimir Putin hat sich mit der Angelegenheit auseinandergesetzt und mit Rücksicht auf die humanitäre Lage den Auftrag erteilt, die Möglichkeiten zu prüfen, Gas zu liefern, um den Einwohner der Stadt zu helfen, den bitteren Frost zu überleben.“

Am Dienstagmorgen begannen Gaslieferungen von der benachbarten Krim in das Gebiet Cherson, teilte der Vizepremier der Regierung Russlands, Dmitri Kosak, mit. Die Gasversorgung ermögliche das Unternehmen Tschernomorneftegas.

 

Man geht davon aus, dass die Krim Henitschesk mit bis zu 20.000 Kubikmetern Gas pro Tag versorgen wird, je nach Wetter und Verbrauchsmengen. Die Stadt hat schon den Eingang des Brennstoffes bestätigt.

 

Die Einwohner waren nach eigenen Angaben schon seit langem darauf vorbereitet, ohne Wärme auskommen zu müssen. Die lokalen Gasvorkommen waren noch nie für die komplette Versorgung der Region ausreichend. Für zusätzliche Lieferungen war immer die Krim zuständig gewesen. In diesem Winter hielt die ukrainische Regierung den entsprechenden Liefervertrag aber für überflüssig.

 

In Henitschesk herrschen zurzeit Temperaturen von Minus 25 Grad, was etwa 20 Grad niedriger als die Durchschnittstemperaturen im Winter im Süden des Gebietes Cherson ist. Wegen der Spitzenbelastung ereignete sich im Gasversorgungssystem ein Störfall, der zu einer Drucksenkung in der Gasleitung geführt hatte. Am Abend des 4. Januar hatten 1.500 Haushalte keine Gasversorgung.

 

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