Der sogenannte Islamische Staat entwickelt in Rakka offenbar selbst Waffen. Videos aus den IS-Gebieten zeigen ferngesteuerte Autobomben und Raketen. Doch nicht nur das macht den Behörden Sorgen.

 

Vermummte Terroristen feuern aus Schützengräben, Raketen fliegen gen Himmel, irgendwo am Horizont explodieren Granaten. Dazu martialische Kampfgesänge über den Märtyrertod und das Abschlachten der Feinde. Das Video, das der «Welt» vorliegt, wirkt auf den ersten Blick wie eines der unzähligen Propagandavideos, welche die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) täglich im Internet verbreitet.

 

Doch etwas ist anders in diesem Film aus der nordirakischen Provinz Nineve. An einer Stelle fährt ein umgebauter Pick-up-Geländewagen mit einer Autobombe durch das Bild. Stahlplatten sind wie ein Schutzschild auf die Motorhaube montiert. Dabei ist bei dieser rollenden Bombe zusätzlicher Schutz gar nicht nötig, denn am Steuer des Geländewagens sitzt niemand. Das Auto fährt ferngesteuert.

 

Eine fahrende Autobombe ohne Fahrer? Die Terrormiliz IS ist offenbar in der Lage, derartige Waffen zu konstruieren. Ein Umstand, der europäische Sicherheitsbehörden zunehmend beunruhigt. Denn das Wissen um den Bau solcher Autobomben könnte auch von Islamisten in Europa genutzt werden, um Anschläge durchzuführen.

 

Weiterlesen: Welt