Der Iran hat nach Angaben des russischen Vizepremiers Dmitri Rogosin seine Milliardenklage gegen Russland zurückgezogen, die vor mehreren Jahren in Genf wegen Nichtlieferung russischer Luftabwehr-Raketensysteme des Typs S-300 eingereicht worden war. Moskau hat 2015 angekündigt, die auf Eis gelegte Lieferung doch zu tätigen.
 
Quelle: Sputniknews

 

Der Iran habe seine Klage zurückgenommen und einen Vorschuss überwiesen, teilte Rogosin am Montag mit. Der neue Vertrag sei im vergangenen Jahr unterzeichnet worden und werde bereits umgesetzt.

 

Der Iran hatte bereits 2007 Luftabwehrraketen des Typs S-300PMU-1 im Wert von 800 Millionen US-Dollar bestellt. Im September 2010 legte der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew die Lieferung auf Eis. Begründet wurde die Entscheidung mit den Sanktionen des UN-Sicherheitsrats, welche die Lieferung moderner Waffen an den Iran untersagten. Die Sanktionen waren wegen des iranischen Atomprogrammes verhängt worden.

 

Daraufhin verklagte Teheran Russland vor dem Internationalen Schiedsgericht in Genf auf vier Milliarden US-Dollar. Im April dieses Jahres hob Russland das S-300-Lieferverbot für den Iran wieder auf, nachdem sich die Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) mit dem Iran auf die Eckpunkte der Beendigung des Atomstreits geeinigt hatte.

 

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