DWO-AP-Istanbul-Anschlag

 

Bei einem Anschlag in Istanbul sind mehrere Deutsche vor der bei Touristen beliebten Blauen Moschee getötet worden. Der Attentäter soll dem IS angehört haben. Eine deutsche Augenzeugin berichtet.

 

«Der Boden bebte», sagt die deutsche Touristin Caroline kurz nach der schweren Explosion, die am Dienstagmorgen die Altstadt der türkischen Metropole Istanbul erschütterte. Ein scharfer Brandgeruch zieht nach dem Selbstmordanschlag über den Platz vor der Blauen Moschee, auf dem Todesopfer und auch deutsche Verletzte liegen.

Caroline bringt sich und ihre Tochter in Sicherheit. In einem nahe gelegenen Gebäude harren sie eine halbe Stunde aus, bevor sie sich wieder nach draußen wagen. «Es war wirklich furchterregend.»

 

Nicht nur die deutsche Touristin, die Menschen in Istanbul und in der ganzen Türkei sind an diesem Dienstag geschockt. Auch in Deutschland ist das Entsetzen groß. Sie sei «in großer Sorge», dass «unter den Opfern und Verletzten auch Deutsche sein könnten und wahrscheinlich auch sein werden», sagt eine sichtlich erschütterte Kanzlerin in Berlin.

 

Inzwischen hieß es aus türkischen Regierungskreisen, dass mindestens neun Deutsche getötet wurden. Das teilte ein Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

 

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