Vergangene Woche, am 3. Jänner, verstarb plötzlich Generaloberst Igor Sergun an den Folgen eines Herzinfarktes, Direktor des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, plötzlich und unerwartet. Präsident Wladimir Putin würdigte ihn als erfahrenen und kompetenten Offizier und Führer. Verteidigungsminister Schoigu hat die Leitung komissarisch nun inne. Wer wird Nachfolger des vom Westen sanktionierten hochdekorierten Offiziers, der auf eine stolze militärische Karriere zurückblicken kann.

Igor Sergun war der Direktor des Militärnachrichtdienstes Hauptverwaltung für Aufklärung [beim Generalstab der Streitkräfte der Russischen Föderation, kurz GRU. Der Nachrichtendienst wurde im Jahre 1918 gegründet und überlebte nahezu alle Entflechtungen der russischen Geheimdienste. Die Aufgabe des Geheimdienstes, — auch als das „allesehende Auge des russischen Militärs“ bekannt — die Beschaffung von militärisch relevanten Informationen sowie die Spionageabwehr.

Zudem unterhält der Nachrichtendienst eine operative Kommandoeinheit – die Speznas – die für asymetrische Kriegsführung und Terrorismusbekämpfung zuständig ist. Westliche Medien unterstellen diesen Spezialeinheiten ohne konkreten Beweis, eine Mission im Osten der Ukraine, wobei diese Anschuldigungen nicht zweifelsfrei bewiesen wurden. Einen Einblick in die GRU-Spetznaz-Einheiten liefert dieses Video. Sie sind mit hochmodernen Waffen ausgestattet, während der Westen immer wieder Videos GRU-Operationen beweisen will, wo Soldaten eine Kalaschnikow aus Sowjetbeständen verwenden.

 

 

 

Lediglich die Präsenz von Igor Girkin, alias Strelkow (der Schütze), ist bekannt. Girkin soll Reservist beim GRU sein, wobei dieser durch seine medialen Auftritte gegen jede gängige Geheimhaltungspflicht verstoßen hat und selbst durch politische Äußerungen aufgefallen ist. Für einen Stabsoffizier jedes Couleurs schickt sich ein solches Verhalten nicht. Reserve hin oder her. Der Militärische Nachrichtendienst konnte durch sein unpolitisches und militärisch taktisches Agieren nun auf eine fast 100 Jahre alte Geschichte zurückblicken.

 

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Nach dem Tod von Sergun am 3 Jänner ist die Stelle des GRU-Direktors vakant. Kommissarisch hat Verteidigungsminister Sergej Schoigu das Amt übernommen. Der Offizier trat im Alter von 16 Jahren der Roten Armee bei und absolvierte nach dem Ende des Kalten Krieges den Generalstabslehrgang der Russischen Streitkräfte. Im Dezember 2011 wurde Sergun Nachfolger von Alexander Schlijachturows, dem Direktor des Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenjie (GRU), der Hauptverwaltung für Aufklärung im russischen Generalstab.

Er wurde von der Europäischen Union im Jahr 2014 während des Kriegs in der Ukraine auf die Sanktionsliste, aufgrund angeblicher Aktivitäten des GRU im Donbass, gesetzt. Nicht einmal eine Aktivität im russischen Donbogen wurde durch westliche Medien nachgewiesen, wobei immer wieder Grenzbeschuss durch ukrainische Kräfte an der russichen Grenze vernommen wurden.

Sergun erlag laut russischen Informationen den Folgen eines Herzinfarktes. Seine Nachfolge ist noch ungewiss. Sergun war unter anderem als Miliärattaché in Albanien tätig. Als Nachfolger wird Generalleutnant Alexei Dyumin gehandelt, der beim Federalnaya Sluschba Ochrany (FSO), einem weiteren russischen Geheimdienst, der für den Schutz des russischen Präsidenten sowie der Regierung zuständig ist. Dieser Dienst übernimmt auch die Wachablöse im Kreml, die man auf dem oberen Video betrachten kann.

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