Die Einwohner der vom ukrainischen Militär besetzten Ortschaften in der Pufferzone des Donbass beklagen sich über Plünderungen, teilt ein Mitarbeiter des Bürgerbeauftragten der Volksrepublik Donezk mit.

 
Quelle: Sputniknews
 

Laut dem stellvertretenden Generalstabschef der Donezker Volkswehr Eduard Bassurin führen Vertreter der ukrainischen Streitkräfte in der Pufferzone des Donbass Kontrollen durch und nehmen dabei jene Einwohner fest, die mit Kiews Position nicht einverstanden sind. Er bemerkte insbesondere, dass „in den von den ukrainischen Streitkräften besetzten acht Ortschaften der Pufferzone Säuberungen unter der Zivilbevölkerung vorgenommen werden, die mit der Besatzungsmacht nicht einverstanden ist“.

 
 „Uns haben mehrfach Einwohner angerufen, zu denen zwecks der so genannten Säuberungen Militärs gekommen waren, und haben uns mitgeteilt, dass ihnen Geld, Gold und kleine Haushaltstechnik entwendet wurde. Ich meine, man muss Strafverfahren gegen jene Personen einleiten, die derartige Säuberungen vornehmen“, sagte Dmitri Popow, der Geschäftsführer des Apparats des Donezker Bürgerbeauftragten.

 

Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 eine Militäroperation gegen die ausgerufenen Volksrepubliken Donezk und Lugansk begonnen. Nach den jüngsten Angaben der UNO sind dem Konflikt mehr als 9.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Regelung der Situation im Donbass wird erörtert, darunter bei den Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Minsk, die seit September 2014 bereits drei Dokumente verabschiedet hat, in denen Schritte zur Deeskalation des Konflikts festgelegt sind.