Altkanzler Gerhard Schröder hat in einem Interview gegenüber dem „Handelsblatt“ die Position des Westens zu einer möglichen Verlängerung der Sanktionen gegen Russland sowie zur Beilegung des Syrien-Konflikts scharf kritisiert.

Quelle: Sputniknews

 

„Was ich kritisiere – und das ist auch ein Fehler der Bundesregierung – ist, dass man trotz nachweisbarer Fortschritte bei der Umsetzung des Minsker Abkommens an den Sanktionen gegen Russland nicht nur festhält, sondern sie auch noch verlängert. Das ist geradezu absurd“, sagte der renommierte SPD-Politiker.

 

Dass der Westen anfangs geglaubt hatte, er könne für Syrien eine Lösung finden, bei der gleich am Anfang der Verhandlungen Syriens Machthaber Assad abgesetzt werden sollte, sei ebenso ein Fehler gewesen, so Schröder.

 

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich im Zuge der dramatischen Vorgänge in der Ukraine verschlechtert. Ende Juli 2014 verhängten die USA und die EU Sanktionen gegen ganze Wirtschaftszweige Russlands, darunter die Rüstungsindustrie und Hochtechnologien.

 

Kurz vor Neujahr hatten die EU und die USA die Verlängerung ihrer Sanktionen gegen Russland verkündet. Die EU-Restriktionen, die bis zum 31. Januar 2016 galten, wurden damit bis zum 31. Juli verlängert. Die Abschaffung der Sanktionen ist an die Umsetzung der Minsker Abkommen zur Regelung der Ukraine-Krise geknüpft.

 

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