Die Regelung der Ukraine-Krise soll im so genannten Normandie-Format fortgesetzt werden, anstatt neue Gruppen zu schaffen, sagte der Pressesprecher des deutschen Auswärtigen Amts, Martin Schäfer.

 

„Wir haben das Gefühl, dass die Arbeit im Normandie-Format fortgesetzt werden sollte“, sagte Schäfer am Freitag in einem Gespräch gegenüber RIA-Novosti. Einen genauen Termin des nächsten Treffens konnte er allerdings nicht nennen.

 

Er erinnerte daran, dass die Vertreter der Normandie-Vier sich in ständigem Kontakt miteinander befänden.

 

„Wir sehen das so, dass das Normandie-Format einen großen, wichtigen, sogar den entscheidenden Beitrag zur Regelung der Krise gemacht hat. Es hat geholfen, eine sehr komplizierte Situation zu überwinden, unter Beteiligung der OSZE eine Waffenruhe herbeizuführen.“

 

Am Vortag erklärte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, dass die Ukraine die Schaffung eines internationalen Mechanismus im Format „Genf Plus“ für die Regelung der Situation im Donbass-Gebiet plane. Dieses Format sehe die Beteiligung der EU und USA vor.

 

Gegenwärtig werden alle Verhandlungen zur Regelung des Ukraine-Konflikts im sogenannten „Normandie-Format“ durchgeführt, das nach dem Treffen von Angela Merkel, François Hollande, Wladimir Putin und  Petro Poroschenko in der Normandie im Sommer 2014 benannt wurde.

 

Darüber hinaus fanden im Jahr 2014 Verhandlungen in Genf statt, an denen die Vertreter der Ukraine, Russlands, der EU und der USA teilnahmen.

 

Quelle: Sputniknews