Die EU muss einen eigenen Kurs in den Beziehungen zu Russland ausarbeiten, wie der Autor der italienischen Zeitung „Il Giornale“, Francesco Alberoni, äußerte.

 
Die US-Politik dagegen, die auf Konfrontation mit Russland und den Kampf gegen weltliche Regime im Nahen Osten abziele, bringe kein positives Ergebnis hervor, sondern verstärke im Gegenteil nur die Verbreitung des Islamismus in der Welt.
 

«Die Europäer haben die Amerikaner in allen deren Capricen unterstützt, als die USA nach dem Zerfall der UdSSR den Kalten Krieg gegen Russland fortgesetzt, mit der NATO gedroht, Sanktionen wegen der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängt und sogar Russland von Europa getrennt haben“, so Alberoni.

 
Dabei sei Russland immer ein Teil Europas sowohl aus politischer, als auch kultureller Sicht gewesen.

 

„Die Amerikaner haben die vom Islamismus ausgehende schreckliche Gefahr nicht bemerkt und stattdessen gegen denjenigen gekämpft, der als ihr Verbündeter auftreten könnte“, heißt es weiter in Alberonis Beitrag.

 

Wie die Zeitung berichtet, hätten die Amerikaner schon früher gegen die weltlichen Regime von Saddam Hussein, Muammar al-Kaddafi, Baschar al-Assad gekämpft. Dennoch seien nach dem Sturz der geltenden Regime hauptsächlich Islamisten an die Macht gekommen.

 

„Was können wir, die Europäer, einfache Bürger in dieser Situation tun? Wir können uns bemühen, diese Atmosphäre des Misstrauens gegenüber Russland zu ändern und alle daran zu erinnern, dass wir zu einer Zivilisation gehören“, schließt Alberoni in seinem Text.

 

Quelle: Sputniknews