Nach den Sex-Attacken während der Kölner Silvesternacht entschuldigen sich zahlreiche Gruppierungen für das Verhalten in Köln. Wie die Moskauer Nachrichtenagentur Sputnik berichtet, haben zwei Vereine, die Tunisian Youth und der Deutsch-türkische Verein, eine Aktion gestartet, um sich bei den Opfern zu entschuldigen. Flüchtlinge haben Blumen an Passanten verteilt, um ein Zeichen der Versöhnung zu setzen.

Eine Radio-Reportage auf Sputnik dokumentiert eine Aktion von Flüchtlingen, die sich für die Kölner Sylvesternacht entschuldigen wollen. Berichtet wird von mehreren Aktionen in Köln, wo man beispielsweise am Kölner Hauptbahnhof Rosen an Passanten verteilte oder Flugblätter an der Uni Köln verteilte, worin man sich für das Verhalten in der Kölner Sylvesternacht entschuldigen möchte. Der komplette Beitrag ist auf Soundcloud abrufbar.

 

In einem Flugblatt, welches an der Uni Köln verteilt wurde, hieß nach Angaben von Radio Sputnik:„Wir, Männer aus Syrien, verurteilen die Übergriffe gegenüber Frauen und die Angriffe auf Menschen wie auch die Raubdelikte in der Silvesternacht auf das Schärfste.

Wir bedauern, dass Frauen in ihrer Ehre und körperlich verletzt wurden.

Wir hoffen, dass sie sich von diesen Attacken bald und gut erholen werden.

Wir hoffen, dass die Verursacher dieser kriminellen Aktionen gefunden und bestraft werden.

Wir hoffen, dass in Zukunft viel mehr Menschen Frauen in solchen Situationen zur Hilfe kommen.

Die Kölner Sylvesternacht führte in Deutschland und Österreich zu einer Kehrwende in der Flüchtlingsdebatte. Nachdem im Spätsommer 2014 in der Presse überwiegend wohlwollend über die Flüchtlingsproblematik berichtet wurde, werden die Rufe nach Abschiebung und Grenzschließungen immer lautet. Auch der Absatz von Waffen wie Pefferspray und Gaspistolen sowie die Nachfrage nach einem „kleinen Waffenschein“ in Deutschland stieg nach der Sylvesternacht enorm.

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