Die Polizei in der Ex-Sowjetrepublik Moldawien drängt die Rechtszentristen mit Mühe zurück, die das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Chisinau stürmen. Das berichtete ein RIA-Novosti-Korrespondent am Mittwoch vor Ort.
 
Anhänger der Bewegung DA (Würde und Wahrheit) rufen zur Vereinigung Moldawiens mit dem Nachbarland Rumänien auf und unternehmen Versuche, die Polizeiabsperrung durchzubrechen. Die Sicherheitskräfte mussten unter anderem Tränengas gegen die Rechtszentristen einsetzen.

 

Die führenden Repräsentanten oppositioneller linker Kräfte wie die Partei der Sozialisten und Unsere Partei rufen die DA-Anhänger auf, denen ein Durchbruch ins Parlament gelang, das Gebäude zu räumen und die Proteste auf dem Platz vor dem Parlament fortzusetzen. Dem Chef von Unsere Partei, Renato Usatîi, zufolge hat es keinen Sinn, das Parlament zu stürmen, weil die Abgeordneten – umgekleidet in Polizeiuniform – das Gebäude schon längst verlassen haben.

 

Nach der Wahl des Kabinetts mit dem Regierungschef Pavel Filip von der Demokratischen Partei an der Spitze kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den Protestierern und Polizisten, die das Parlament bewachen. Der kommissarische Premier Gheorghe Braga teilte RIA Novosti mit, dass das Interimskabinett über Maßnahmen zur Beendigung der Krawalle im Zentrum von Chisinau berät. „Die Sitzung ist noch nicht abgeschlossen. Details werden nach der Beratung bekannt gegeben“, sagte er.

 

Quelle: Sputniknews