Die Ukraine befindet sich zu den drei Milliarden Schulden über das deutsche Bundesfinanzministerium im ständigen Dialog mit der Russland und vereinbart Treffen auf Ministerebene, teilt die Finanzministerin der Ukraine Natalia Jaresko am Rande des Davos-Forums RIA Novosti mit.

 

„Wir stehen im ständigen Dialog“, beantwortete sie die Frage, ob die ukrainische Seite plane, Russland zu Verhandlungen über die Schulden einzuladen. „Wir befinden uns im ständigen Dialog mit dem deutschen Finanzministerium und über das deutsche Finanzministerium – mit Russland.“

 

„Wir haben uns in Lima mit Ihrem Minister getroffen – das war der Anfang dieses Dialogs“, sagte sie und fügte hinzu, dass es auch ein Treffen mit dem deutschen Finanzminister gewesen sei. Die einzige persönliche Begegnung der Finanzminister Russlands und der Ukraine hatte am 10. Oktober 2015 in Lima (Peru) stattgefunden. Damals konnten sich die Minister nicht über die Restrukturierung der Verbindlichkeiten der Ukraine Russland gegenüber einigen, sie legten lediglich ihre Positionen dar.

 

„Wir setzen den Dialog über nächste Treffen fort. Leider konnte sich die russische Delegation hier (in Davos) nicht mit uns treffen, aber wir werden fortfahren“, sagte Jaresko. Ihren Worten ist zu entnehmen, dass sie die Möglichkeit eines Treffens in den nächsten Wochen positiv sieht.

 

Wie am Montag der Vizefinanzminister Russlands Sergej Stortschak verlauten ließ, warte Russland nach wie vor, wann die Ukraine den ersten Schritt zu einer vorgerichtlichen Regelung im Streit um die 3-Milliarden-Schulden Russland gegenüber tun werde, denn bisher seien keinerlei offiziellen Vorschläge unterbreitet worden.

 

Die Ukraine schuldet Russland über drei Milliarden Dollar, die Moskau 2013 in einen ukrainischen Eurobond investierte und deren Rückzahlung im Dezember fällig war. Die Mittel hierzu kamen aus dem russischen Fonds für nationalen Wohlstand (FNB). Die Ukraine hat es abgelehnt, die Schulden zum Ende der Frist zu begleichen. Kiew hat diese Schuldverschreibungen auf die Liste der Verbindlichkeiten an private Investoren gesetzt, für die eine Restrukturierung beschlossen wurde. Russland bereitet eine Klage bei einem internationalen Gericht vor, da souveräne Schulden nach den international geltenden Normen nicht genauso wie private Schulden restrukturiert werden können. Kiew erklärte daraufhin, Russland werde keine besseren Bedingungen erhalten wie private Investoren der Ukraine. Es warf den russischen Behörden vor, keine Angebote zur Schulden-Restrukturierung gemacht zu haben.
Quelle: Sputniknews