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James Clapper, Direktor der «National Intelligence». Bild: Flickr / U.S. Coast Guard CC-BY-SA 2.0

 

 

Einem Bericht zufolge sollen die US-Geheimdienste EU-skeptische und NATO-kritische Parteien überprüfen um gegebenenfalls Sanktionen einzuleiten. Es besteht Angst vor einer «russischen Unterwanderung». Die transatlantischen Eliten wollen ihre Pfründe in Europa sichern.
 
Von Marco Maier
 
Wie die britische Tageszeitung «The Telegraph» berichtet, wurde der oberste Geheimdienstchef James R. Clapper vom Kongress damit beauftragt, jene Parteien in Europa zu überprüfen, die sich als Kritiker der EU und der NATO geben, die Sanktionen gegen Russland ablehnen und sich gegen die Stationierung von US-Atombomben auf dem «alten Kontinent» aussprechen. Die Brüsseler Eurokratie stimmte dem laut der Zeitung zu.

 

Demnach sind EU-skeptische/kritische Parteien in Österreich, Ungarn, Tschechien, den Niederlanden und Frankreich davon betroffen. Die EU-feindliche britische Partei UKIP soll jedoch explizit davon ausgenommen worden sein. Offenbar funktioniert die alte Vetternwirtschaft zwischen London und Washington noch sehr gut, zumal die Partei Nigel Farages doch sehr EU-feindlich agiert.
 
Ziel der Untersuchungen ist es, eine potentielle russische Einflussnahme auf die Politik dieser Parteien nachzuweisen, um hernach gegen diese Parteien und deren Spitzenpolitiker möglicherweise gar Sanktionen zu verhängen. Denn für die Clicque in Washington ist klar, dass nur sie selbst mittels diverser Organisationen und Vereine (wie die «Atlantik-Brücke», das OFR und andere) indirekt und direkt Einfluss auf die europäische Politik ausüben dürfen.
 
Der Brüsseler Eurokratie sind diese Untersuchungen natürlich recht, zumal sie selbst schon immer wieder Vorschläge einbrachten, wie man den EU-Skeptikern Prügel zwischen die Beine werfen kann. Demokratische Standards sollen nach deren Ansicht nur für jene Parteien gelten, die sich der herrschenden EU-Ideologie unterwerfen – alle anderen Parteien sollen hierbei deklassiert werden.
 
Dieses ganze Polittheater zeigt jedoch wieder einmal deutlich auf, wie eng die politische Klasse in Washington, London und Brüssel miteinander verbandelt ist. Eine eigenständige Politik oder gar die Suche nach neuen politischen Partnern außerhalb der alten Eliten ist höchst unerwünscht. Das Ziel ist die totale Unterwerfung gegenüber den transatlantischen Eliten und deren Ideologie.

 

 

Quelle: Contra Magazin