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Während des Treffens mit den Vertretern des Europäischen Jüdischen Kongresses hat Wladimir Putin den Juden angeboten nach Russland zurückzukehren. Ein Korrespondent von RIA Novosti, der mit dem Vorsitzenden der jüdischen religiösen Gemeinde von Sankt Petersburgs Mark Grubarg verkehrt, hat diesen getroffen, der ihm erzählte, dass wenn der Präsident einen Schritt der Wissenschaft, der Medizin und den Innovationen einen Schritt entgegen kommt, der den Juden die Möglichkeit einräumt sich in Russland zu entwickeln, so werden nicht nur die Juden ins Land kommen, sondern auch viele Gelehrte aus der ganzen der Welt dorthin fahren.

 
Der Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, Mosche Kantor, hatte während der Rundtischkonferenz unter Teilnahme Wladimir Putins mitgeteilt, dass «die Lage der Juden in Europa heute schlimmer ist als zur Zeit der Beendigung des Zweiten Weltkrieges».

 

«Die Juden sind wieder von der Angst gepackt und ein neue Auswanderung der Juden aus Europa ist völlig real. Zum Beispiel ist die Emigration aus dem noch gestern günstigen Frankreich größer als die aus der Ukraine, die vom bürgerlichen Konflikt erfasst ist», – sagt Mosche Kantor.

 

Als Antwort auf die pessimistischen Erörterungen hat Putin einfach erklärt: « Man kann auch zu uns fahren. Aus der Sowjetunion weggefahren, werden sie zu uns eben zurückkehren ».

 

Das ist ein ernst gemeinter Vorschlag, da er ja auch vom Staatsoberhaupt kommt. Aber außer den unermesslichen Weiten Russlands, haben die Juden eine Auswahl, in das gelobte Land, d.h. nach Israel zu fahren und dort ruhig zu leben. Worin ist Russland besser als Israel?

 

Von Bekannten musste man mehrfach hören, dass sie sich als die Fremde, besonders dann fühlen, wenn sie in einer gemischten Ehen geboren worden sind. Ein sehr guter Mensch hat gesagt, dass in seinem Russland man ihn nicht als Russen betrachtete, und in Israel war er nicht der Jude, sondern blieb eben der Fremde. Es wie die Heimat unter Fremden und fremd inmitten der Seinen.
Laut Meinung des Gesprächspartners von Mark Grubarg aus der Nachrichtenagentur, zeugt die Tatsache, dass dieses Treffen stattgefunden hat, ja und in ihrem Verlauf ein solcher Vorschlag von Wladimir Vladimirowitsch unterbreitet worden ist, doch von der Wichtigkeit der Wahrnehmung der jüdischen Gemeinde durch den russischen Präsidenten.

 

«Ich, habe es als russischer Jude immer mit großer Bitternis darüber ertragen, dass die Menschen, die mit den technologischen Durchbrüchen verbunden sind, solchen, wie Facebook, Google, Yandex usw. verhielt und sogar das Tal Silikonowaja, weggefahren sind. Wobei das nicht nur die Juden waren, sondern auch Menschen anderer Nationalitäten, –klagt der Vorsitzende der jüdischen religiösen Gemeinde Sankt Petersburgs. – Wenn objektiv gesprochen wird, so waren alle diese Leute, die das Land verließen, in der Wissenschaft, der Medizin, der Technik und anderen Gebieten immer sehr stark. Und der Verlust des Verstands und des Talentes ist immer bitter ».

Betreffs der Rückführung, jener, muss man nach Ansicht Grubargs einige Aspekte beachten.

 

«Der erste Aspekt. Vom Gesichtspunkt der Entwicklung des jüdischen Lebens in Russland geht es den Juden gut und sie gut können hier auch alle religiösen, kulturellen Fragen entscheiden. In Russland gibt es keinen Antisemitismus. Der zweite Aspekt. Für die technologischen Räume sind bestimmte Gesetze und die Unterstützung des Staates nötig. Sie verstehen, Frankreich verlassen nicht die russischen Juden, die aus der UdSSR abgefahren sind. Dort gibt es sehr wenig solche Juden, sie sind zumeist die Zugewanderten aus Algerien oder Marokko hauptsächlich. Wenn der Staat die Unterstützung nach den Schlüsselrichtungen der Tätigkeit organisiert, die von den Abreisenden in Europa ausgeübt worden sind, so kann man dann auf ihre Rückkehr nach Hause, nach Russland, rechnen– sagt der Experte. . – es ist nicht obligatorisch, Europa zu nehmen. Nach der Revolution kamen viele Juden aus Amerika an. Das war der Ingenieur, der die Betriebe der Schwerindustrie, (unter ihnen das Wolgograder Traktorenwerk- und andere geschaffen hat). Es ist nicht nur die Frage der Abwesenheit des Antisemitismus, die grundlegend wichtig ist, sondern auch die Frage der Anwesenheit der Systemgesetze, die den Menschen nach und nach gestatten werden, also, die dann gewiss in die Beziehung zur modernen Wissenschaft investieren werden, was sehr wichtig ist. Jetzt verändert es sich zum Besseren, weil sie selbst verstanden haben, dass Energieträger nicht als Garanten dienen können, und kehrten zum eigentlichen Problem zurück».

 

Mark Grubarg hat auch ergänzt, dass jedenfalls ein solcher Vorschlag von Präsidenten Putin gemacht worden ist. «Wenn ihm nicht nur die Juden folgen werden, sondern auch die gelehrten Herren, so können wir erwarten, dass die Juden hierher fahren werden, – betonte er. – aber es ist ein langwieriger Prozess. Die Menschen fuhren nicht auf einmal ab und die Rückkehr wird nicht schneller sein. Viele, die an den westlichen Universitäten arbeiten, werden zurückkehren und unterrichten».
Wir werden bemerken, dass der Vorschlag Putins eine Belebung in Reihen der jüdischen Öffentlichkeit hervorgerufen hat. Der Gouverneur des Jüdischen Autonomen Gebietes (JEAO), Alexander Lewinthal, hat die Initiative des Staatsoberhauptes über den Umzug der Juden aus den Ländern Europas nach Russland unterstützt, das sie sonst in den Abgrund des Antisemitismus, des Rassismus und der Gewalt gerollt werden. Lewinthal lenkte die Aufmerksamkeit besonders darauf, was JEAO war, ist und wird — ein tolerantes Territorium in Bezug auf die Menschen aller Nationalitäten. Er erklärte, dass die Behörden der Region bereit sind, alle Juden zu übernehmen, die es wünschen, nach Russland zu fahren.

 

«Wir warten auf alle, die nach Hause zurückkehren oder ankommen möchten, um hier zu leben, – hat Lewinthal erklärt. – Zweifellos werden wir bei uns die Juden aus den europäischen Ländern empfangen, wo sie heute den Angriffen seitens der Antisemiten ausgesetzt sein können. Wir sind darin überzeugt, dass die Juden, die zu uns kommen werden, gut ausgebildete und kultivierte Menschen sind, die das Jüdische Autonome Gebiet braucht».

 

Quelle: Riafan

Übersetzung: Friedhild Rosemarie

 

 

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