Falls sich Vertreter der syrischen Kurden an den Gesprächen in Genf beteiligen, erwägt Ankara, am Friedensprozess nicht mehr teilzunehmen, berichtet das US-Magazin „Foreign Policy“ unter Berufung auf Diplomaten.

 

Nach Angaben des Magazins hat die türkische Delegation unter der Leitung von Ahmet Davutoğlu noch Anfang der Woche dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, eine Protestnote zugesandt.

 

Im Rahmen seines Türkei-Besuchs wolle der US-Vizepräsident Joe Biden Ankara allerdings dazu bringen, auch dann an den Friedensverhandlungen teilzunehmen, wenn Unterhändler der syrischen Kurden zum Gesprächstisch dazukommen sollten.

 

Am Freitag hatte der Vorsitzende der Kurdenpartei PYD, Saleh Muslim, mitgeteilt, dass die Syrien-Gespräche  ohne Teilnahme der syrischen  Kurden nicht stattfinden könnten.

 

Die Syrien-Gespräche sollen am 25. Januar in Genf beginnen. Bis dahin soll der UN-Sonderbeauftragte zu Syrien, Staffan de Mistura, Konsultationen mit allen Teilnehmern der Syrien-Unterstützungsgruppe, abgeschlossen haben.

 

Am selben Tag zuvor hatte US-Außenminister John Kerry mitgeteilt, dass die innersyrischen Verhandlungen um ein bis zwei Tagen verschoben werden könnten. De Mistura erklärte gegenüber RIA Novosti, dass der 25. Januar kein „heiliger Tag“ für den Start der Gespräche sei. Die UNO will die Gespräche jedenfalls noch bis Ende Januar durchführen.

 

 

Quelle: Sputniknews