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Barack Obama bei König Salman von Saudi-Arabien. Bild: Official White House Photo by Pete Souza

 

 

In einem Geheimauftrag im Jahr 2013 ermächtigte Präsident Obama die CIA die Bewaffnung syrischer «Rebellen» durchzuführen. Diese bedienten sich dafür an Geldern aus Saudi-Arabien. Geld stinkt eben doch nicht.
 
Von Marco Maier
 
Selbst die «New York Times» kommt nicht mehr darum herum, das dreckige Spiel Washingtons und Riads im Syrien-Krieg offenzulegen. So heißt es in einem Artikel: «Als Präsident Obama geheimerweise die CIA ermächtigte, bedrängte Rebellen im Jahr 2013 zu bewaffnen, wusste der Spionagedienst, dass sie einen willfährigen Partner haben würden, der dabei hilft die verdeckte Operation zu bezahlen. Es war derselbe Partner den die CIA seit Jahrzehnten für Geld und Diskretion in weit entfernten Konflikten brauchten: das Königreich Saudi-Arabien».

 

So berichtet die Zeitung weiter, dass die Saudis Waffen und große Summen an Geld lieferten, um diverse «Rebellen» auszurüsten, während die CIA selbst sich um die Ausbildung der Kämpfer an AK-47 Sturmgewehren und Anti-Panzer-Raketen kümmerten. «Die Unterstützung für die syrischen Rebellen ist lediglich das neueste Kapitel in der jahrzehntelangen Beziehung zwischen den Geheimdiensten von Saudi-Arabien und den USA», so die Journalisten weiter. Diese hätte sich vom Iran-Contra-Skandal über die Unterstützung der Mudschaheddin im Kampf gegen die Sowjets in Afghanistan und einige Stellvertreterkriege in Afrika gezogen.
 
Angesichts dessen, dass die CIA ohnehin als Chaosbringertruppe bekannt ist und die Saudis als große Terrorfinanzierer, ist diese unheilige Allianz eigentlich keine große Überraschung. Zumindest nicht für jene, die sich schon länger intensiver mit der Materie befasst haben. Auch zeigen sich hier wieder einmal interessante Verbindungspunkte hin zum «Islamischen Staat», der ja angeblich so vehement bekämpft werden soll. Der gemeinsame Wunsch, Präsident Assad zu stürzen, führte in diesem Fall zur verhängnisvollen Zusammenarbeit.
 
Es zeigt sich immer wieder aufs Neue, dass die globalen Hegemonialbestrebungen Washingtons nur noch mehr Leid und Elend verursachen, was die Rolle der USA als «Weltpolizist» ebenfalls immer wieder aufs Neue infrage stellen lässt. Wie kann man einem Staat wie den USA solche Operationen immer wieder durchgehen lassen? Operationen, die extremistische Gruppen stärken und ständig neues Chaos verursachen, unter dem dann Millionen von Menschen leiden.
 
Die CIA-Saudi-Connection zeigt zudem deutlich auf, dass Washington Dinge wie «Demokratie» und «Freiheit» so ziemlich am Allerwertesten vorbeigehen. Wenn es nämlich um «böse Diktaturen» geht, ist man an der US-Ostküste äußerst wählerisch. Ein Assad, der vor dem Ausbruch des Krieges umfangreiche wirtschaftliche und politische Reformen ankündigte muss natürlich gestürzt werden, während das brutale Saudi-Regime weiterhin als «Freund und Partner» betrachtet wird.

 

Quelle: Contra Magazin