Russland liefert laut Außenminister Sergej Lawrow keine Waffen direkt an irakische Kurden. Solche Lieferungen erfolgen nur über Bagdad. Was innersyrische Verhandlungen betrifft, sollten dem Diplomaten zufolge auch die Kurden eingeladen werden, damit diese Gespräche erfolgreich verlaufen werden.

 

 

„Seit dem Beginn dieser Terrorbedrohung haben wir bei unseren Waffenlieferungen nach Syrien und in den Irak (…) das Bedürfnis der Kurden an unseren Waffenlieferungen in den Irak berücksichtigt. Aber diese Lieferungen erfolgten nur über die zentrale Regierung, über Bagdad“, sagte Lawrow bei der jährlichen Pressekonferenz zu den Ergebnissen der russischen Außenpolitik 2015.

 

Dabei respektiere Moskau vollkommen die territoriale Einheit des Iraks, so der Außenminister.

 

Was die innersyrischen Verhandlungen betrifft, sollten laut Lawrow auch die Kurden eingeladen werden, denn sonst könne es keine erfolgreiche Regelung der syrischen Krise geben.

 

„Ich gehe davon aus, dass die Verhandlungen ohne die Beteiligung dieser Seite nicht das gewünschte Ergebnis bringen werden, das heißt keine politische Regelung in Syrien“, sagte er.

 

Dabei werde Moskau zwar nicht auf der Teilnahme der Kurden an den innersyrischen Verhandlungen bestehen. Sie nicht einzuladen sei aber ein großer Fehler, so der Diplomat, denn die syrischen Kurden vertreten etwa 15 Prozent der syrischen Bevölkerung.

 

„Diese Gruppe nicht einzuladen wäre ein ernsthafter Fehler, aber wir werden kein Veto darauf einlegen“, so Lawrow.

Quelle: Sputniknews