Der Donbass kommt nicht zur Ruhe. Kiews Streitkräfte feuern weiterhin auf zivile Ziele, vor allem in den Städten Donezk und Lugansk. Auch fremdsprachige Söldner wurden gesichtet.
 
Von Christian Saarländer
 
Vor den Gesprächen in Minsk wurden in den Städten Lugansk und Donezk Bombeneinschläge gemeldet. Dabei soll die Lenin-Statue in Donezk durch eine Explosion beschädigt worden sein. Zudem sollen sich nach Angaben der Militäraufklärung der selbsternannten Republik Donezk 30 fremdsprachige Söldner den ukrainischen Streitkräften angeschlossen haben.

 

Wieder haben die Kiewer Streitkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums der selbsternannten Volksrepublik Donezk den vereinbarten Waffenstillstand gebrochen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Sprecher des Verteidigungsministeriums, Eduard Basurin. Insgesamt sollen die ukrainischen Kräfte innerhalb von 24 Stunden über 75 Angriffe gefahren haben. Am 12. Februar 2015 wurde in den Minsker Gesprächen eine Waffenruhe vereinbart, die jedoch seitdem unzählige male gebrochen wurde.
 
Wieder einmal ist die Stadt Donezk das Hauptziel der ukrainischen Angriffe. Im Donezker Stadtteil Petrovski schossen die ukrainischen Streitkräfte mit schweren Maschinengewehren. Wie ein Sprecher der Volksrepublik Lugansk der Nachrichtenagentur TASS mitteilte, stand auch Lugansk unter Beschuss des ukrainischen Militärs.
 
Zudem sollen 30 Söldner einer privaten Militärfirma an der Trennlinie zum Donbass gesichtet worden sein. Nach Angaben von Basurin sollen diese überwiegend in englischer Sprache miteinander kommuniziert haben. Immer wieder werden Aktivitäten von Söldnern an der Grenze zum Donbass gesichtet. Das ukrainische Parlament legalisierte per Gesetz den Einsatz von Söldnern in der Ukraine bereits im vergangenen Oktober.

 

 

Quelle: Contra Magazin