Aus der momentanen Flüchtlingskrise soll laut geheimen EU-Plänen eine gezielte Migrationskampagne werden. Brüssel und Ankara planen die Umsiedelung von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr nach Europa. Insgesamt sollen so in den nächsten fünf Jahren eine Million Menschen legal zuwandern dürfen.
 
Von Marco Maier
 
Langsam aber sicher kristallisiert es sich heraus, dass Brüssel die aktuelle Flüchtlingskrise zur Ansiedlung von mindestens einer Million Menschen aus dem Nahen Osten nutzen will. Einerseits will die Brüsseler Eurokratie die Grenzen für die illegale Einwanderung undurchlässiger machen, andererseits jedoch soll die legale Einwanderung von Flüchtlingen erleichtert werden.

 

Wie die österreichische Zeitung «Der Standard» berichtet, gibt es entsprechende Geheimpläne dazu. Demnach sollen jährlich 200.000 Flüchtlinge aus den Lagern in der Türkei in die EU umgesiedelt werden. Insgesamt, so die kolportierte Zahl, sollen so rund eine Million Menschen legal nach Europa kommen. Bestätigung für «einen europäischen Plan» gab es von einem Vertreter der niederländischen Regierung gegenüber der Zeitung «De Volkskrant».

 
Die türkische Regierung habe sich nämlich bereiterklärt, die zurückgeschobenen illegalen Migranten anzunehmen, wenn die EU im Gegenzug die legale Einreise von 150.000 bis 200.000 Menschen aus den türkischen Lagern ermögliche. Dafür darf Brüssel (besser: die EU-Länder) dann auch großzügige Überweisungen an Ankara tätigen. Insgesamt sollen nämlich laut diesem Fünf-Jahres-Plan jährlich 3 Milliarden Euro in die Türkei fließen, damit diese die Flüchtlingslager im Land weiterhin versorgen kann. Das heißt: Die EU-Staaten zahlen insgesamt 15 Milliarden Euro an die Türkei und nehmen dafür auch noch insgesamt eine Million Flüchtlinge legal auf.

 

Im Endeffekt ist dies jedoch ein Kuhhandel, bei dem zwar von der EU etwas Druck genommen wird, sich über kurz oder lang jedoch nicht wirklich viel ändert. Egal wie man es dreht und wendet: An der Aufnahme von Flüchtlingen über die Türkei wird man nicht herumkommen. Egal ob nun mit einem Übernahmeplan oder nicht. Hinzu kommen noch jene, die von Nordafrika aus kommend über das Mittelmeer schippern und in Spanien oder Italien ankommen.

 

Quelle: Contra Magazin