Jegliche Versuche, das Schicksal des syrischen Präsidenten Baschar Assad von außen zu bestimmen, können laut Maria Sacharowa, der Sprecherin des russischen Außenministeriums, zu einem libyschen Szenario führen.

 

„Die Wiederholung des Szenarios, bei dem ein Rezept von außen ausgestellt wurde, nach dem keiner leben kann, darf nicht die Oberhand gewinnen. Erklärungen darüber, dass man woanders besser wisse, wie man in Syrien zu leben hat, was der Präsident zu tun hat, und wann dieser zurücktreten soll, kann Syrien leider in ein neues Libyen verwandeln“, sagte Sacharowa bei einer Konferenz.

 

Russlands Spitzenbeamten hatten stets die Ansicht geäußert, dass Syriens Schicksal das syrische Volk selbst bestimmen müsse. Die Forderung nach einem sofortigen Rücktritt von Präsident Baschar Assad sei aus Moskaus Sicht kontraproduktiv.

 

Der Bürgerkrieg in Syrien dauert seit März 2011 an. In dieser Zeit kamen rund 250.000 Menschen ums Leben. Moskau unterstützt Damaskus in dessen Kampf gegen das Terrornetzwerk Daesh (auch Islamischer Staat, IS) und andere Terrorgruppierungen. Seit Beginn ihrer Syrien-Operation Ende September vergangenen Jahres warf die russische Luftwaffe mehr als 1.500 Bomben auf Stellungen und Infrastrukturobjekte des Daesh ab.

 

Quelle: Sputniknews