Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gibt jede Woche eine eine Presseerklärung vor Journalisten aus aller Welt ab. Diese Woche sprach Sacharowa unter anderem über die Minsk-Gespräche, den Syrien-Krieg, die Anschuldigungen der USA in Bezug auf die „russische Gefahr“ sowie über die Vergewaltigungssache in Berlin. Contra Magazin hat die wichtigsten Punkt ihrer wöchentlichen Erklärung zusammengefasst.

 

Von Christian Saarländer

 

Ein zentrales Thema war diese Woche der Krieg in der Ukraine und die Gespräche in Minsk. Sacharowa rief Kiew zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes in der Ostukraine auf. „Es ist sehr merkwürdig zu sehen und zu hören, wie die Mitglieder der ukrainischen Delegation in der Kontaktgruppe auf jede Weise versuchen, die Bemühungen um eine friedliche Regelung des Konfliktes zu diskreditieren. Es handelt sich dabei um Erklärungen der ukrainischen Unterhändler“, sagte Sacharowa vor der Weltpresse. Sie sprach sich für einen konstruktiven Dialog und für eine rasche Beilegung des Konfliktes aus.

 

Weiter warnte sie im Hinblick auf den Syrien-Krieg vor einer Bestimmung über das Schicksal von außen. Die könne nach Ansicht von Sacharowa zu einem Szenario führen wie es sich derzeit in Libyen abzeichnet. Sacharowa sprach sich dafür aus, dass das syrische Volk selbst bestimmen müsse, wer das ihr Land regiere. Die Forderung nach einem Rücktritt von Präsident Assad sei aus Moskauer Sicht kontraproduktiv.

 

Die USA wollen nach Ansicht des russischen Außenministeriums mit ihren haltlosen Gerüchten über eine „russische Bedrohung“ in Europa ihre eigene militärische Expansion rechtfertigen. „Lassen Sie uns einen Blick auf die erneuerte Strategie des Vereinigten Kommandos der US-Luftstreitkräfte in der europäischen Zone werfen. Dort wird Russland als ‘globale Herausforderung, die einer globalen Antwort bedarf‘, bezeichnet. Die Konfrontation mit Russland wird zur höchsten Priorität. Ziel dabei ist, die eigenen praktischen Schritte zur Annäherung der eigenen militärischen Infrastruktur an die russischen Grenzen erneut theoretisch, philosophisch und konzeptuell zu rechtfertigen“, sagte Sacharowa.

 

Über die Situation im Kleinstaat Montenegro sprach sich Sacharowa für einen Dialog mit allen politischen Kräften sowie mit dem montenegrinischen Volk aus. Im Hinblick auf den aggressiven NATO-Staat Litauen kritisierte sie die Verfolgung von Russen unter dem Deckmantel des Vilniuser Blutsonntags. Damals wurde ein ein westlich gesteuerter Putschversuch von sowjetischen Streitkräften in der damaligen Sowjetrepublik niedergeschlagen. Aktuell möchte Litauen das Logistik-Zentrum der NATO werden.

 

Auch die Berliner Vergewaltigungssache kam in Sacharowas Presseerklärung zur Sprache. Sacharowa monierte, dass russische Journalisten an ihrer Arbeit gehindert wurden und das Berlin versuche den Fall unter den Tisch zu kehren, obwohl der Fall doch eine Fülle von Informationen biete. Alle weiteren wichtigen Statement der Pressesprecherin kann man in englischer Sprache auf dem Twitter-Account des russischen Außenministeriums nachlesen.

 

Quelle: Contra Magazin