Die USA sind auf eine Kooperation mit Russland in der Raumfahrt angewiesen und sehen sich gezwungen, russische Raketentriebwerke trotz der gegen Moskau verhängten Sanktionen zu kaufen. Darauf wies der russische Vizeregierungschef Dmitri Rogosin im Kurznachrichtendienst Twitter hin.

 

„In der Raumfahrt sind Russland-Sanktionen schwerelos“, schrieb der Politiker in einer Stellungnahme zur Weigerung des Pentagon, auf russische Raketentriebwerke RD-180 zu verzichten.

 

Zuvor hatte Deborah Lee James, administrative Leiterin der US-Luftstreitkräfte, erklärt, das Pentagon erachte es für richtig, russische RD-180-Raketentriebwerke in den USA einzusetzen.

 

Diese Triebwerke werden an der ersten Stufe der US-Rakete Atlas verwendet. Zu RD-180 gibt es in den USA keine Analoga. Am 24. Dezember 2015 hatte RD-Produzent Energomasch mitgeteilt, dass die USA zusätzlich 20 Triebwerke vertraglich gebunden hatten.

 

Im Dezember 2014 hatte das Repräsentantenhaus des US-Kongresses eine von Senator John McCain eingebrachte Novelle angenommen, wonach die USA auf den Kauf russischer Raketentriebwerke bis zum Jahr 2019 verzichten sollten. Für die Entwicklung eigener Raketentriebwerke bewilligte der Kongress 220 Millionen Dollar.

 

Quelle: Sputniknews