Tausende Menschen haben am Samstag in Paris gegen eine Initiative der Regierung protestiert, wegen Terrorismus verurteilten Straftätern die französische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Zudem haben die Demonstranten gefordert, den im Land erklärten Notstand aufzuheben, wie AFP mitteilt.

 

Der Meldung zufolge werden ähnliche Proteste auch in anderen französischen Städten erwartet.

 

Laut Polizeiangaben haben rund 5.000 Menschen an der Aktion in Paris teilgenommen. Die Veranstalter melden 20.000 Teilnehmer. Die Initiative der Regierung in Bezug auf die Entziehung der französischen Bürgerschaft von Terroristen sei eine „rassistische Maßnahme“, erläuterte ein Demonstrant.

 

„Unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terrorismus beobachten wir einen Staatsstreich, der von Willkür und Zensur gekennzeichnet ist“, sagte er und fügte hinzu, dass die Initiative mit dem Entzug der Staatsbürgerschaft zeige, dass „einige mehr Franzosen sind, als die anderen“.

 

Ende Dezember hatte Frankreichs Premierminister Manuel Valls Journalisten die Grundlagen einer Verfassungsreform im Zusammenhang mit der Terrorbedrohung im Land vorgestellt. Darunter auch die Verhängung des Ausnahmezustandes und die damit verbundenen Maßnahmen im Grundgesetz.

 

Quelle: Sputniknews